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sandibalandi.de.tl - Tagebuch Nr.25


22.05.2012
Liebes Tagebuch!
Nun haben wir 22.34Uhr. Morgen muss ich schon um 7.30Uhr im Chemozentrum sein. Dann bekomme ich Blut abgenommen und muss warten ob ich Chemo bekomme oder die Blutwerte so schlecht sind, das ich wieder nach Hause darf :/ hmm... nun bin ich aufgeregt, denn ich weiß einfach nicht was morgen passiert. Eigentlich waren immer, bis auf ein Mal, die Werte so schlecht das ich nach Hause geschickt wurde. Also rechne ich nicht damit, das ich morgen Chemo bekomme... doch was wenn doch ?? Stellt sich die Frage ! Hmm...tja tja tjaaaaaaaa... Ich muss sagen, noch nie hatte ich solch einen Respekt und solch eine Angst vor einer Chemo, wie vor dieser. Noch nie waren die Nebenwirkungen so heftig und schlimm, aber noch nie war die Diagnose schlimmer... ein Teufelskreis :p ... Aber was mich heute sehr aufgebaut hat, war die Nachricht, das Lance Armstrong auch die Platin-Chemo bekam, und er geheilt ist Er schrieb sogar ein Buch über seinen Weg, was ich bald schon lesen werde, meine Freundin sagte mir, es wird mich motivieren und ich werde es verschlingen. Darauf bin ich mehr als gespannt. Wer weiß, denke ich soeben, vielleicht gibt es irgendwann mal das Sandi Balandi Tagebuch hahaha... Nur für welche Haarfarbe soll ich mich dann entscheiden ?? Tja.. da wäre wohl die Pippi am Besten, doch die Pippi ist nicht gleich Sandi. Sandi ist Sandi.. also rosa?? Nee.. fest steht, ich muss nochmal nach Paris. Zu all den Perückenläden und wer weiß, vielleicht färbe ich mir meine eigene Farbe, die es noch gar nicht gibt hehe, jaaaaaaa.... das wärs. Ooooohhh.. meine Phantasiiiiiiie breitet sich aaaaaaauuuuuuuss... und eigentlich sollte ich jetzt schlafen gehen und nicht über Perücken nachdenken, das ist ja auch so ein Quatsch. Bis dahin hab ich wieder meine Lieblingsfrisur ..... diese:




Dieses Bild entstand im Frühjahr 2011. Ich hatte mich von den ersten Chemotherapien (TAC) , Operationen und Bestrahlungen gut erholt. Ich war zufrieden und glücklich. Niemals rechnete ich mit dieser Diagnose, die danach kam... Lungenmetastasen! Doch das was dann geschah... die Menschen die ich kennenlernen durfte, die Erlebnisse die ich hatte, möchte ich nicht missen und nicht vergessen. Es ist ein Reichtum. Ein Reichtum Familie, Reichtum Gemeinde, Reichtum Freunde und ein Reichtum an Liebe, Kraft, Hoffnung und Zuversicht Diese Augen die man bekommt, das andere Sehen.. ein Reichtum, wie ich es nenne. Natürlich ist diese Krankheit wie, als hätte man ständig die Pistole auf der Brust oder am Kopf... doch sie verleiht einem ein anderes Denken, anderes Sehen, ein anderes Fühlen... ein intensiveres Sein, ein anderes "Dasein". Wie oft sind es die alltäglichen Dinge die ich tue, wenn ich Wäsche falte, die Zähne putze, aus dem Fenster schaue, meine Augenbrauen zeichne dann denke ich plötzlich, "hey... noch immer darfst du leben" , "noch immer atmen" ... Und vielleicht habe ich auch deswegen noch immer die Luftballons vom letzten Geburtstag hängen Weil wir uns jeden Tag freuen können. Wie als hätte jeden Tag jemand Geburtstag.

Und ich weiß, ich werde leben.. von Geburtstag zu Geburtstag. Denn aufgeben werde ich nicht!!! Es gibt immer einen Weg. Vielleicht ist der Weg das Ziel, und es ist nur wichtig auf dem richtigen Weg zu bleiben und dabei die richtigen Hände zu halten. Ja, vielleicht...............

23.05.2012
Liebes Tagebuch!
Juchuuuuuuuuuuuu.. keine Chemo  Die ganze Geschichte erzähl ich dann heute Abend, nu geh ich in den Garten


19.24Uhr
Was für eine Freude heute
Pünktlich um 7.30Uhr kam ich im Chemozentrum an, trug mich auf die Liste mit Namen ein und schreib dahinter "Blut evtl. Chemo". Sonst schreibt man Chemo oder Blut, eben zu dem man dort ist. Dann ging ich in den Raum wo die Chemo verabreicht wird. Dort saß schon die erste Patientin und wurde gerade angestochen. Wir begrüßten uns und die Ärztin fragte mich wo ich heute sitzen möchte. Ich sagte : Ich sitze heute nirgendswo. Ich bekomme Blut abgenommen und dann geh ich wieder "Nee.." sagte die Ärztin, "die Werte werden gut sein und die Chemo kann laufen. Sollen wir vom Port Blut abnehmen oder gehts noch aus dem Arm?" Ich sagte: Noch gehts aus dem Arm ... Sie nahm es ab, ich brachte es runter ins Labor und wir warteten auf die Ergebnisse. Endlich sah ich auch die Schwester, wir freuten uns uns zu sehen.. Und auch sie fragte mich: Wo wollen sie heute sitzen? Und ich sagte wieder: Nirgendswo Ich geh gleich wieder nach Hause. Dann fragten alle, warum ich so pessimistisch. Und ich sagte: Das bin ich gar nicht. Ich bin optimistisch das die Werte schlecht sind und ich nach Hause darf denn ich möchte keine Chemo. Eine Stunde später kam die Schwester mit dem Blatt, wo die Blutwerte drauf standen, wieder zu mir.. Sie schaute traurig und schüttelte den Kopf. Ich fragte mich, schüttelt sie den Kopf weil wir keine Chemo machen können, oder weil ich ihr leid tue und die Chemo laufen wird ? Hmm... ich fragte leise "und ?" Sie sagte : Geht nicht. Die Leukos sind auf 2,2. Ich sprang auf und freute mich nen Bein ab Schnell nahm ich meine Sachen und schon um 8.30Uhr konnte ich das Klinikum wieder verlassen. Fröhlich wartete ich nun auf mein Taxi. Und wer kam zu meinem Glück mein Lieblingstaxifahrer, den ich schon ein halbes Jahr nicht mehr gesehen hab. Wir strahlten uns an und er stieg aus und nahm mich sogar in den Arm. Eigentlich komisch, denn er hat mich letztes Jahr nur ca. drei Mal gefahren... Doch wir führten immer solch intensive Gespräche im Taxi, das schon ein Vertrauen entstand und eine große Symphatie da war. Er lernte seine Frau vor über 20 Jahren im Taxi kennen. Er fuhr sie zur Bestrahlung, denn sie hatte auch Brustkrebs. Diese Geschichte war die erste, die er mir erzählte als ich das erste Mal bei ihm im Taxi saß. Er kannte meine ganze Geschichte und wollte nun alle Neuigkeiten wissen. Er erzählte mir das die Kollegen untereinander über mich sprachen und er schon einiges wüsste, zum Beispiel das die letzte Chemo nicht angeschlagen hätte.... Dann sagte er auch, das er der Chefin bereits sagte, das wenn Frau Ruppi gefahren werden müsste, er unbedingt fahren will is das nicht süß ?! Er fragte mich, mitten im Gespräch: Hatten sie nicht mal lange Haare? Ich musste grinsen und sagte: Das ist aber schon lange her und zu der Zeit kannten wir uns noch nicht Dann sagte er: Und waren die nicht mal blond? Haha... ich sagte: Ja, eine blonde hab ich auch. Und er: Aber das jetzt ist keine Perücke? Und ich: Doch natürlich Er staunte und sagte: Das sieht total echt aus... Schnell war ich daheim angekommen und wir hoffen nun auf ein freudiges Wiedersehen. Dann war ich gespannt wie meine Mama und meine Schwester reagieren würden, wenn ich schon so früh, und überhaupt, vor ihnen stehen würde Doch genau zu dieser Zeit, brachten sie die Kinder weg und ich war allein daheim...


Ich saß also am Rechner und wartete das sie kommen würden. Dann hörte ich die Terrassentür... Mama sagte zu meiner Schwester: Die hat ja ihr Handy hier liegen lassen, toll.. jetzt kann sie uns gar nicht anrufen :/ ... ich lachte mich innerlich schlapp und schlich mich durch den Flur an sie ran :p Dann sprang ich in die Küche und sagte ganz laut: HALLO Und wir alle schrien wie die Hühner (Weiber eben) und umarmten uns. Dann sagten sie: Und und??? Ich sagte nur "2,2" Wir freuten uns wahnsinnig und planten den Tag schon voll durch... Es war einfach herrlich. Mir taten zwar die anderen leid, die noch auf den Stühlen im Chemozentrum saßen und nun Chemo bekamen, und den ganzen Tag dachte ich auch an sie, doch ich konnte den Tag so richtig geniessen. Und oft stellte ich mir vor, was nun gewesen wäre, wenn ich die Chemo bekommen hätte.. ich dachte immerwieder: Jetzt lägst du total fertig drinnen auf der Couch und würdest immer wieder einschlafen... Abends wäre mir schlecht... etc. etc.....

26.05.2012

Mein einziger Gedanke heute:



Niemals werde ich vergessen, was du liebend getan...

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