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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 36


01.12.2012
Liebes Tagebuch!
Es passierte viel in den letzten Tagen und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.... hmm... Ich glaub ich muss erstmal schauen wann und was ich als letzten geschrieben hab... Mal sehen.. dumdidum..
OH...ok... Ich erinnere mich. Ich wollte so oft schreiben aber kam dann nicht dazu, denn es stand wieder und wieder ein Arzt-Termin vor der Tür oder war schon erledigt, aber es gab noch keine konkreten Nachrichten, also wartete ich noch ab...

Es war so, das die Oberärztin der Uniklinik mir ihre Handynummer gab. Wir telefonierten und sie sagte, das geprüft werden müsste ob die Metastasen operiert werden könnten, denn so würde mir die Chemo erstmal erspart bleiben. Also fuhr ich ins Klinikum wo sie mich untersuchten und meinen Fall dann mit Bildern vom CT, CD, im Tumorboard besprachen... Einen Tag später schrieb mir der Oberarzt das er im Tumorboard für eine Tablettenchemo für mich gestimmt hatte, denn zu operieren sei es nicht. Man kann die Metastasen nicht im Gesunden entfernen und die Gefahr würde bestehen, das ich danach den Arm nicht mehr bewegen könnte. Da der Oberarzt mir schrieb, das die Tablettenchemo eine Gute wäre und nicht ganz so hart wie die letzten Chemo's wäre, freute ich mir also vergangenen Donnerstag nen Bein ab... Dann kam der gestrige Termin mit der Oberärztin aus dem Klimikum. Ich war drauf vorbereitet, das sie mir diese Tablettenchemo vorstellt und ich mit einem Rezept dieser Chemo, das Krankhaus wieder verlassen würde. Die Vorstellung einfach jeden Tag 2 - 3 dicke Tabletten zu schlucken, war ganz nett, gegenüber einer Chemo, die durch den Port läuft, wieder direkt hinterm Herzen ankommt und ich total platt wieder heim komme...

Ich ging also ins Arztzimmer und erwartete die "tolle" Tablettenchemo. Erst erklärte sie mir, das es nicht operiert werden könnte und das sie mit der Uniklinik in Köln nochmals gesprochen haben, welche Chemo nun am besten für mich wäre.

Oberärztin: Da wir sie nicht so behandeln können wie andere Brustkrebspatientinnen, müssen wir immer Rücksprache mit der Uniklinik halten, denn sie sind Genträgerin. Wir schlagen ihnen die Chemo "..." vor. Die bekommen sie nun alle vier Wochen durch den Port. Die Nebenwirkungen sind ähnlich wie bei den letzten Chemotherapien auch... Am häufigsten ist bei dieser Chemo das "Hand-Fuß-Syndrom". Sie bekommen rote Handflächen und Fußflächen, Blasen auf der Haut können auch auftreten... Ansonsten müssten sie sie eigentlich gut vertragen und diese Chemo wirkt gut bei Frauen mit Gen-Mutation. Wann wollen sie beginnen?

Uff... hmm...
Ich: Joar... wann??? Sofort?
Sie: Montag Blutabnahme, Mittwoch Chemo?
Ich: Also wie immer, der alte Trott? OK!

Wir verabschiedeten uns und ich erfuhr im Rausgehen noch, das es 6 Zyklen sein werden. Also ein halbes Jahr.

Dann ging ich ganz langsam die Treppen herunter... 6 Stock bis zum Erdgeschoss... Es schossen mir ohne Ende Gedanken durch den Kopf... So langsam kam das Gefühl an: Wieder Chemo durch den Port! Wieder im Chemozentrum! Wieder nach und vor der Chemo mit dem Taxi ins Klinikum fahren, wie soooo oft... Ich hatte mich beim letzten Mal doch für immer verabschiedet ? Vor 4 Monaten hab ich dem den Rücken gekehrt !? Das musste ich erstmal verdauen. Doch die schlimmste Vorstellung ist erstmal, dies nochmal meinen Kindern beibringen zu müssen  Das wird schwerer als alles andere. Ich will doch nichts mehr, als ihnen sagen zu können "alles ist gut" ... Aber dafür kann ich wohl nie mehr garantieren. Nur dafür, das ihre Mama IMMER KÄMPFEN wird!!!! 

Als ich im Erdgeschoss ankam, ging ich gleich rechts um die Ecke ins Chemozentrum. Dort sah ich gleich Schwester Claudia die mich traurig ansah

Sie: Ich hörte es bereits. Es tut mir sooo leid.
Ich: Ja, so isset. Wie ist denn die Chemo "..."?
Sie: Sie wird eigentlich ganz gut vertragen und läuft auch nicht sehr lange. Es ist nur ein Beutel.
Ich: Und es ist "nur" alle vier Wochen.

Sie schaute traurig und schaute immerwieder zu Boden....

Ich: Was sind die Nebenwirkungen, wie gehen die Frauen danach Heim?
Sie: Eigentlich ganz ok. Aber sie wissen ja, jeder Körper ist anders. Und ihr Körper hat bereits viele Chemo's mitgemacht (und schon wieder schaut sie so traurig)
Ich: ok. Ich komme dann am Montag zur Blutabnahme und Mittwoch zur Chemo.
Sie: Schon?? Ok. Die Kiki wird dasein.
Ich: (Freu) Oh schön

Das heißt also, Schwester Kirsten wird dasein Die Mama des Chemozentrums Sie ist einfach herrlich.

Ich ging also zum Auto. Wieder sehr langsam und nachdenklich. Es war ein Hammer, diese tausend Gedanken... Mich begrüßten Leute die ich nicht kannte und die ich kannte sah ich gar nicht, denn ich war komplett am Träumen... Ich stellte mir bereits vor, wie ich mit meinen Filzsachen ins Chemozentrum komme... Aber dieser Gedanke war sooo unwirklich, ich schob ihn immerwieder weg. Dann setzte ich mich ins Auto und fuhr los. Ich kam an der Schule meines Sohnes an und wie immer trödelte er und ich wartete im Auto. Ich schaute traurig und fragte mich immer wieder "wie sag ich es den Kindern?" Dann dachte ich: Mensch, was braucht der wieder so lange ?  Auf dem Beifahrersitz schaute ich auf meine Post, die ich mir morgens nur aus dem Kasten nahm und ins Auto legte, da sah ich einen großen weißen Brief, etwas dick... Ich dachte: komisch, du hast doch nichts bestellt ? Der Absender "Michael Holm". Ich dachte: Hmm... irgendwoher kennst du diesen Namen... denk denk... es fiel mir dennoch nicht ein und ich öffnete den Brief. Drin war (Fotos folgen noch) eine CD von Michael Holm mit dem Titel "Kriegerin" und eine Autogramm-Karte. Meine Augen wurden immer größer und ich hatte Gänsehaut und mein Herz wurde warm Auf dem CD-Cover stand " Hallo Sandra! Du hast es einmal geschafft, Du schaffst es wieder. Viel Glück M. Holm", auf der CD stand "Kopf hoch! Sandra, M.Holm" und auf der Autogramm-Karte stand "toi toi toi für die Kriegerin Sandra" und noch ein Autogramm WOOOOOOOOW dachte ich.... Ich freute mich wie ein Schneekönig  Mein Lächeln tat mir weh weil meine Wangen sich mal wieder verkrampften... Direkt legte ich die CD ein und dachte: JA!!!!! Und wieder wirst du es schaffen!

Ich wusste nicht, wer das in die Wege geleitet hatte. Ich wusste nur sofort, das es ein ganz besonderer Mensch sein muss. Ich habe durch Anke und die Benefizgala so liebe Menschen kennengelernt, wo ich unendlich dankbar für bin. Und es ist so eine große Freude, das es auf dieser Welt noch solche Menschen gibt. Denn so oft denkt man doch "wie schrecklich ist diese Welt doch geworden" , doch wenn man dann solche Leute trifft, die einem soviel geben, die einem den Kopf hochziehen, die neben einem stehen und dir auf die Schulter klopfen und sagen: Weißt du noch wer du bist? Du bist unsere Kriegerin, und du schaffst es.... Eigentlich fremde Menschen die einem ihre Hilfe anbieten, die einem eine Freude machen wollen, die da sind... Das ist..ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, es ist mehr als Riesig... Und daran sieht man, das Freunde einem unendlich viel geben können.. Es ist nicht zu beschreiben.. aua Gänsehautentzündung  

Ich sage DANKE MINNE!!! Und danke Flemmy für die Hymne! Und danke für mein Lächeln, auch wenn es vor Krämpfen schmerzt  aua DANKE

03.12.2012

Liebes Tagebuch!
Ich machte mir die ganzen Tage riesig Gedanken um meine Jungs... Wie werden sie es aufnehmen, das ihre Mama schon wieder krank ist und wieder einmal in Chemotherapie kommt ? Werden sie wütend sein, ihr gutes Recht, werden sie traurig sein ? Wie nehmen sie es auf und wie wird diese nächste Chemo werden ? Man... Ich fand den richtigen Zeitpunkt dafür nicht, weil es für soetwas nicht den richtigen Zeitpunkt gibt.... Ich wollte es am Wochenende sagen, doch da war es sooo schön mit ihnen, ob im Kinderzimmer, im Auto, am Frühstückstisch, auf der Couch am Kuscheln.... Ich wollte nie den Moment zerstören den wir so genossen haben... Aber heute musste es sein, denn schon übermorgen beginnt die Chemo und sie müssen es nun wissen. Ich hatte vor mit ihnen durch den Wald zu gehen und es ihnen dann schonend beizubringen. Julién war bereits daheim. Wir kochten zusammen und es war so wunderschön und harmonisch... dabei dachte ich schon "soll ich es dem großen gleich alleine schonmal sagen?" ... Dann saßen wir am Tisch und geniessten das Essen vor den Hausaufgaben. Die ganze Zeit hatte ich es auf der Zunge, doch er war so fröhlich und ich konnte es nicht. Nachdem die Hausaufgaben erledigt waren und wir zusammen abspülten, dachte ich: Ok, Jaque holen und dann.... Wir holten gemeinsam den kleinen Hacki ab, wie wir ihn auch nennen, und stiegen aus dem Auto. Leider stürmte es und regnete ganz ekelig, so das wir keine Lust auf Wald hatten. Die Jungs spielten noch ein wenig in und mit den Schneeresten und kamen danach schön matschig rein, so wie es sich für Kinder gehört, denn die Mutter braucht ja was für die Waschmaschine Sie zogen sich aus und gingen zur Toilette, da war es plötzlich ganz ruhig... Nach wenigen Minuten kamen sie raus, stellten sich nebeneinander und sagten zusammen, mit einem riesen Lächeln: DANKEEEEE Und ich: Was ? Und die beiden sagten wieder: Danke!!!! Danke das du die beste Mama bist. Das du immer so lieb bist und wir haben gerade gedacht, wir haben es dir noch nie gesagt.Und wir haben dir noch nie was geschenkt. Ich freute mich wie ... na ja, wie sich eben eine Mama freut wenn sie soetwas von ihren Kindern hört  Einfach riesig!!! Natürlich habt ihr mir schon was geschenkt... sagte ich. Aber wisst ihr was das größte Geschenk ist, fragte ich sie. Und sie sagten gleich: Wir, das du uns hast! Und ich sagte: Ja, und das ihr gesund seit. Danach umarmten wir uns und ich dachte nur: Und gleich sagst du ihnen, das du wieder Chemo bekommen musst  wat für ne Scheiße... Ich ließ Wasser in die Wanne einlaufen und stellte viele Kerzen drumherum, denn immer wenn ich das für mich machte, sagte sie immer: Mama, das wollen wir auch mal. Also zündete ich lauter Kerzen im Bad an und sie gingen mit Freude in die Wanne. Dann setze ich mich zu ihnen auf einem kleinen Hocker. Sie sagten gleich: Oh Mama, das sollst du jetzt immer machen  Sie freuten sich wie bolle und wir quatschten ausgelassen über Weihnachtsgeschenke, den Schnee, die Adventszeit und ihre Geburtstage... Und ich wusste, nun musst du es ihnen sagen... Ich sagte: Ich muss euch etwas sagen. Und die beiden gleich: Was denn ? Wow, dachte ich, sie lächeln dich total an und sind gespannt... Dann erklärte ich es ihnen. Und die erste Reaktion war: NUR ZWEI   Julién lächelte und danach schaute er etwas verdutzt und sagte: Ja, aber was heißt das ? Ich erklärte es und gleich sagten sie: Kriegst du morgen Chemo? Und ich: Nein übermorgen und dann alle 4 Wochen. Dann spielten sie mit ihren Booten weiter und fingen gleich ein anderes Thema an. Es war, als hätte ich erzählt, das ich heute einkaufen war... Hmm... Schon wahnsinn wie Kinder sind. Das sie es so locker aufnehmen würden, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Aber mir fielen tausend Steine vom Herzen und nun bin ich froh, das sie es wissen Und jetzt hoffe ich nur noch, das diese Chemo mir nicht all zu sehr zusetzen wird. Ich hatte schon von heftigen Nebenwirkungen gelesen und heute im Chemozentrum nachgefragt, da sagte meine Lieblingsschwester Kirsten zu mir: Ja, die Nebenwirkungen können heftig sein, aber sie haben ja ihr positives Köpfchen das kann viel Das freute mich zu hören. Nun geniesse ich noch den morgigen Dienstag ausgiebig, wo ich mich noch einigermaßen gesund fühle und Kaffee trinken kann. Und am Mittwoch steht dann der Gang ins Chemozentrum an, den ich schon sooo oft gegangen bin. Jedoch weiß ich, das ich Unterstützung hab Das freut mich und dafür bin ich sehr dankbar.

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