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sandibalandi.de.tl - Tagebuch Nr.18


14.03.2012
Liebes Tagebuch!
Leider, leider konnte ich die letzten Tage nicht schreiben, da ich nicht auf die Seite kam und auch mein geschriebenes nicht speichern konnte das war sehr doof. Aber nun kann ich endlich wieder tippen grins. Es fehlt mir richtig etwas wenn ich nicht schreiben kann. Manche waren ja über Facebook noch informiert in Sachen Blutwerte, aber viele, die nicht über Facebook mit mir befreundet sind, oder die ich nicht einmal kenne, waren nicht auf dem laufenden. Einige machten sich sogar Sorgen, aber braucht ihr nicht, alles bestens Aaaaalso:
Montag war ich zur Blutabnahme... ich wartete wie gehabt im Wartezimmer und hörte mal wieder all die Leidensgeschichten,aber dieses Mal war es anders... Ich hatte das Gefühl, zum ersten Mal, ich kann es nicht mehr hören.. und tatsächlich nahm ich mir irgendwann eine Zeitung und überließ die anderen sich selbst. Es war wirklich mal zuviel. Immer und immerwieder das Gleiche deshalb war ich froh das meine Blutwerte schnell da waren. Die Ärztin ging am Wartezimmer vorbei, schaute mich an, hob den Daumen und grinste OH... dachte ich... Ich hatte am Sonntag nach der Blutabnahme vom Oberarzt gehört, das die Thrombos über 100 sein müssen um Chemo zu bekommen,  und das er nicht daran glaubt, das ich über 100 komme vor der geplanten Chemo am Mittwoch. Also freute ich mich schon am Sonntag, das ich diese Woche keine Chemo bekomme.. und noch mehr, das die Sonne diese Woche scheinen soll Aaaaalso: da die Ärztin so grinste und den Daumen hob, hatte ich Angst das die Thrombos über 100 gegangen sind... uuund: ich wurde aufgerufen, ging ins Ärztezimmer und fragte: wie hoch? Sie sagte: 106!!!! Ufff... ich sagte: verdammte Axt!!! Krieg ich jetzt Chemo? Wir müssen den Oberarzt fragen, sagte sie und rief ihn an... Sie sagte nur kurz: Frau Ruppi liegt bei 106, Mittwoch Chemo??? Er sagte sofort: nein!!! Jippiiiiiiiiiiiiie rief ich und sie sagte zu ihm: Sie freut sich Also erst Montag wieder ins Chemozentrum zur Blutabnahme. Yessss... diese Woche frei!!! Und am nächsten Tag, aaaaaahhh war Ruhe angesagt. Ich hatte ein Buch geschenkt bekommen, von der lieben Tante D. , dankeeeeee. Und dieses Buch ist als wäre es für mich geschrieben, zumindest die ersten Seiten die ich bis jetzt gelesen hatte. Ich lies mir ein Bad ein und fing an in dem Buch zu lesen. Das Buch heißt: Eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt,Seelische Kräfte entwickeln und fördern. Geschrieben von Luise Reddemann. Es geht nicht nur darum wie man das Leben sieht, eine Krankheit, ein Leiden, sondern auch warum man vielleicht denkt immer stark
sein zu müssen und das es okay ist, wenn man auch mal schwach ist. Ja ja.. manche Zeilen wie für mich gemacht, bzw. geschrieben :/ Deshalb gelangte dieses Buch ja in meine Hände. Und eine Sache muss ich unbedingt zitieren, und zwar geht es hier um einen Text, wo keiner weiß woher er stammt. Hier der Text, der auf humorvolle Weise deutlich macht, wie viel es ausmacht, wenn man eine andere Perspektive einnimmt:

LieberTim,
gestern war ich im Gottesdienst und hörte eine sehr schöne Predigt. Anschließend entdeckte ich eine Sticker mit der Aufschrift: "Hupe,wenn du Jesus liebst". Den habe ich mir gleich an die Stoßstange geklebt. Dann fuhr ich los und kam zu einer Ampel. Ich war noch ganz mit der Predigt beschäftigt und bemerkte nicht, das die Ampel auf Grün gesprungen war. Was denkst du, was für eine Freude ich hatte, als hinter mir ganz viele hupten. So viele Menschen liebten also Jesus. Ich war ganz entzückt und hupte zurück. Da war ein Mann in einem Auto, der zeigte mir seinen dritten Finger, ich fragte meine Enkel, der bei mir im Auto war, was das wohl zu bedeuten habe, und der meinte, das sei ein hawaiianischer Segensgruß. Du kannst dir denken,lieber Tim, was ich da für eine Freude empfand, das ich erst den Sticker und dann auch noch dieses Gruß entdeckt habe. Ich grüßte den Mann auf die Gleiche freundliche Weise zurück. Dann fuhr ich los. Leider konnte hinter mir nur noch einer über die Kreuzung fahren,denn ich hatte mich so gefreut, noch länger mit diesen lieben Menschen, die alle Jesus liebten, zusammen zu sein.

Was wäre wenn wir die Dinge so sehen könnten? Wie würde man sein Leiden, seinen Schmerz, sein Leben oder seine Krankheit dann sehen? Die Dinge von einer anderen Perspektive sehen, ich denke das kann ein Geschenk sein.

Mit Vergnügen las ich die ersten Seiten dieses Buches, das Wasser wurde mittlerweile kälter und irgendwann klopfte es an der Tür. Meine Mama fragte: Sandi, bist du immernoch da drin? Jepp, rufte ich, komm ruhig rein. Sie öffnete langsam die Tür und lachte sich kaputt. Es muss sehr lustig ausgesehen haben, wie ich mit dem Buch und meiner Mütze in der Wanne lag hihi... auf jeden Fall hat es richtig gut getan, diese Minuten nur für mich zu haben, und ich beschloss, dies öfters zutun

Heute war meine allerliebste Kathi mit den Kindern bei uns und endlich hatten wir mal wieder Zeit miteinander. Es war herrlich mit Kaffee in der Sonne mit ihr zu quatschen, auch wenn es mal wieder nur um Diät und Krankheit ging.. egal... es war einfach herrlich <3 Denn seitdem ich wieder in Chemotherapie bin, haben wir weniger Zeit füreinander, doch trotzdem denken wir aneinander und haben uns lieb Was so eine Freundschaft einem geben kann, wahnsinn.. ein Gespräch, oder nur ihre Anwesenheit. Und wir geniessen es jedesmal die Kinder zusammen zu beobachten. Also hatte ich anstatt heute Chemo, einen wunderbaren Nachmittag mit der allerbesten und liebsten Kathi, meine Kathi <3 Hab dich lieb Kathi !!!! Danke für den schönen Nachmittag.

15.03.2012
Liebes Tagebuch!
Endlich ist die Sonne da und ich konnte Blumen pflanzen wie ich es mir die ganze Zeit gewünscht hatte. Es war ein wunderschöner Tag, mit meiner Familie um mich herum,die Luft, die Sonne,die Blumen... einfach perfekt. Doch nun hörte ich ein Lied, eine vergangene Situation kam wieder in meinen Kopf, den Schmerz den man in dieser Situation fühlte kam auf, und ich wurde soeben traurig Und plötzlich schiessen mir tausend Dinge durch den Kopf und ich frage mich: Warum gerade jetzt? Jetzt, wo ich dachte, es könnte nicht perfekter sein... Aber so ist das eben manchmal. Man kann es nicht erklären. Und wie so oft, denkt man: Ja, jetzt ist alles gut... Kommt aber der nächste Kracher. Dann fällt mir gerade ein, wieder einmal, das Lied " Angst,ist nur ein Gefühl". Wie schön wäre es wenn man doch so einfach denken könnte. Hey, das ist doch nur ein Gefühl. Aber bei dem Wort Gefühl fällt mir gerade etwas sehr schönes ein. Bei den 17 Chemo's Paclitaxel nannte ich immer meine Truppe. Damit waren meine liebgewonnenen Freundinnen D. & K. gemeint. Wir teilen das Gleiche Schicksal und haben, wie D. so schön sagte, ein unsichtbares Band zwischen uns, was uns verbindet . Und heute bekam ich eine sms, das wir uns am Dienstag treffen zum Kaffee trinken, und ich freue mich so sehr auf dieses Treffen. Es ist wie ein Familiengefühl, oder ein "Zuhause-Gefühl". Wir kennen nicht unsere Familien, unsere Freunde, noch nicht einmal dem anderen Zuhause, doch fühlen wir uns sehr nah, denn wir haben eine schwere Zeit miteinander erlebt. Jede Woche Chemo, wir hatten die gleichen Nebenwirkungen, der eine früher, der andere später... und eine jede von uns bekam von den Ärzten doofe Sprüche gesagt, die verletztend waren und nun fest im Herzen wie im Hirn verankert sind. Doch wir sagten immer: Wir schaffen das!!! Und trotzdem weiß ein Jeder von uns, das wir alle Angst haben. Und als ich heute die sms bekam, das wir uns Dienstag treffen, freute ich mich so sehr, das ich hätte heulen können Manche Menschen hat man eben schnell in seinem Herzen, und erst Recht wenn man soetwas gemeinsam erlebt hat. Natürlich erlebte ich die Chemo nicht nur mit ihnen, sondern es waren ja viele ander auch zur Chemo, aber wir waren wie ein Team. Ein starkes Team. Eben das, der jungen Frauen die Metastasen haben. Die anderen sind zwar über 40, aber das ist ja trotzdem jung!!! Und sie werden immer in meinem Herzen bleiben <3 Wir denken aneinander und werden uns nie vergessen. Unsere Verbundenheit ist etwas ganz Besonderes... jetzt muss ich lächeln und weinen zugleich. Mir wird gerade bewusst, das ich ohne die Metastasen, den Rückfall, sie nie kennengelernt hätte. Und ich bin sehr dankbar für diese Zeit. Auch wenn Chemo, die Krankheit Krebs mit soviel schlechtem verbunden ist, so bin ich doch sehr dankbar für diese Zeit. Man lebt bewusster und ist dankbar für jede Sekunde. Die Sonne war heute für mich wie ein Feuerwerk in meinem Herzen. Und meine gesunde Familie war um mich herum, ein großes Geschenk Gottes. Denn es gab Ärzte die glaubten nicht daran das ich diesen Frühling erlebe.. haha... und ich erlebe ihn DOCH!!!! Auch wenn ich wieder einen Rückfall habe und wieder Chemo machen muss, ich lebe!!! Und nur das zählt. Irgendjemand fragte mich letztens, ob ich den Oberarzt mal nach etwas gefragt hätte.. hmm.. ich weiß nicht mehr genau was es war... und eines Nachts dachte ich darüber nach, und dachte, das manche vielleicht fragen würden, wie lange er denn denkt noch leben zu können, mit dieser Krankheit. Ich dachte: Will ich das denn wirklich wissen? Wie lange die Ärzte mir geben würden? Nein. Es interessiert mich kein Stück. Wenn man im Internet stöbert, nach dieser Frage, bzw. Antwort, kommen nur Statistiken dabei heraus, und ich sagte schonmal: da passe ich nicht rein! Wenn man die Antwort auf so einige Fragen wüsste, könnte man vielleicht den einzelnen Tag nicht fröhlich erleben. Wenn man jetzt diese furchtbare Unglück sieht, wo 22 Kinder bei einem Busunfall ums Leben kamen... sehr furchtbar, sehr schlimm .. dann zeigten die Medien auch  ein Bild vom Vortag, als alle noch freudig und gesund in die Kamera schauten beim Skifahren. Sie hätten diesen Tag, nicht so freudig erleben können, wenn sie gewusst hätten was am nächsten Tag passiert. Und als ich heute Mittag die Nachrichten im Fernsehn sah, war ich tief getroffen und schockiert. Heute mussten die Eltern ihre Kinder identifizieren... wie furchtbar. Was für ein Leid müssen diese Eltern nun erleben, diesen Schmerz kann man gar nicht in Worte fassen, und ein jeder von uns kann froh sein, wenn seine Kinder wohlbehütet jetzt in ihren Betten liegen und schlafen. Denn diese Eltern würden jetzt alles dafür geben, das ihre Kinder noch leben würden. Und dann kam mir das Gefühl wieder hoch , was ich hatte als ich zum ersten Mal hörte, das ich Krebs habe.. ich dachte: hauptsache meine Kinder nicht. Meine Kinder sind gesund... und im zweiten Moment dachte ich: meine arme Mama meine arme Schwester .. mein armer Bruder.. mein armer Papa Ich weiß nicht, wie ich fühlen und reagieren würde, wenn einer von ihnen so krank wäre. Ich weiß nicht, wieso sie so stark sind und noch die Kraft haben für mich dazusein. Und dann frage ich mich manchmal: Kann ich ihnen das jemals zurückgeben? Hab ich ihnen das jemals gesagt? Und schon wieder rollt eine Träne meine Wange hinunter... denn ich hab' es ihnen nie so gesagt, wie ich es in diesem Augenblick fühle. Doch gerade wird mir bewusst, das ich den großen Wunsch habe, es ihnen zu sagen und mich bei ihnen zu bedanken. Trotzdem werde ich es mit Worten niemals zurückgeben können, mit nichts kann ich ihnen diese Dankbarkeit zeigen, oder meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Und auch ein "Ich liebe Dich unendlich mal unendlich", kann manchmal nicht das wiedergeben was man empfindet. Man kann Liebe versuchen zu zeigen, versuchen zu geben, auszudrücken.. aber man kann doch so ein großes Gefühl wie "Liebe" gar nicht wiedergeben. Oder doch? Als meine Mama mir unter Tränen sagte, wie sehr sie mich liebt, habe ich ihre Gefühle gespürt. Doch ich weiß, sie sind noch größer als das was ich spürte.. denn die Liebe zu meinen Kindern ist auch größer als ich jemals ausdrücken könnte. Man würde für sie sterben. Ich würde für meine Kinder sterben, und das würde jede Mutter tun!!! ... glaube ich <3

20.03.2012
Liebes Tagebuch!
Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht... hatte natürlich wieder eine gute Idee für die Einladungskarten von Jaque's Kindergeburtstag. Eine Villa Kunterbunt mit einer Pippi Langstrumpf dran. Denn wir machen eine kleine Pippi Langstrumpf Kindergeburtstags-Party Aber jede Farbe, jeder Türrahmen, jedes Dach aus buntem Filz auszuschneiden... man dauert das. Ich fing gestern Abend an und mache heute weiter... mmm :/ Heute treffe ich mich mit meinen lieben D. & K. <3 im Klinikum, und ich freu mich so sehr sie zu sehen. Also war ich gestern zur Blutabnahme im Chemozentrum, bin gleich da und bin morgen zur Chemo da. Was sollte ich auch anderes tun, hätte ja nichts anderes zutun haha... Übrigens: das Blut war super! Die Thrombos.... Trommelwirbel... bum bum bum bum... wahnsinnig gute: 369 ))))) jaaaaaaaaa.... HAMMER. Ich bin so gespannt wie ich dieses Mal die Platin vertrage.. was kommt? Was ich auf jeden Fall weiß: ES KOMMT DIE SONNE Das ist schonmal sehr sehr gut. Ich schätze ich werde heute Abend nochmal schreiben, wenn ich noch freudig vom " Truppen-Treffen der Mädels der Verbundenheit durch ein unsichtbares Band" bin bis später. Ich freu mich auf den Tag

Was ich mal kurz sagen muss: Jessi <3 Hab dich ganz doll lieb :* Bussi
uuuund: Tante Britta <3 Hab dich auch so lieb! Mickey Maus, dich auch <3 Hase du auch <3 Mama, Tinchen, Kathi, mein Manu... ne, sind zuviele die ich jetzt aufzählen müsste. Was mir leider die Tage sehr nah ging, bzw. es war am Sonntag extrem: Im Gottesdienst am Sonntag hatte ich die ganze Zeit geweint, aber ich überlege noch den Grund hierfür aufzuschreiben, denn es könnte falsch verstanden werden . Auf jeden Fall vermisste ich in diesem Moment sehr meinen Papa der im Altenheim lebt. Ich sehnte mich so sehr nach seinem Trost. Ich wollte das er mich einmal in den Arm nimmt und sagt: Sandi, meine kleine, wird alles wieder gut. Das wäre ein großer Wunsch von mir. Doch er ist selbst krank und ich könnte jetzt niemals Schwäche vor ihm zeigen. Ich muss ihm Stärke und Zuversicht zeigen, ich will nicht das er sich Sorgen macht, oder noch mehr Sorgen macht. Heute geht es mir körperlich sehr gut, deshalb denke ich, werde ich ihn heute besuchen.. ja, das ist doch mal die Beste Idee die ich in den letzten Tagen hatte Ich sehe heute meinen Papa freu <3

21.03.2012
Liebes Tagebuch!
Zweite Chemo der Carboplatin/Gemcitabine für heute geschafft. Beginn des zweiten Zylus. Diese Mal musste ich einen Abend vorher eine Tablette schlucken, die diese extreme Übelkeit verhindern sollte. Extrem übel ist mir nicht, aber trotzdem etwas schlecht und ich merke meinen Magen :/ Haut schon wieder voll rein dat Gift. Gestern ging es mir noch körperlich gut, jetzt gehts wieder Berg ab. So langsam merke ich wieder das Knochenmark und ich hoffe sehr das ich nicht bald wieder auf der Station liegen muss.. von meinen Kindern weg, denn das ist das Schlimmste, von meinen Kindern getrennt zu sein. Tja nun, man kann nur abwarten, und dennoch ist das alles EGAL, HAUPTSACHE dat Zeug WIRKT!!!!! Und ich glaube das tut es, die Metastase unterm Arm ist schon kleiner geworden. Da fiel mir gerade ein Onkel von mir ein, er sollte heute Ergenisse/Befunde von einer CT-Untersuchung bekommen. Also rief ich soeben an. Kein Krebs, aber es könnte einer werden. Eine seltende Krankheit dessen Namen ich schon wieder vergessen hab. Eine Zellveränderung. Nun bekommt er alle drei Monate Blut abgenommen und wenn sich Tumore bilden, soll auch er Chemo bekommen. Aber da sind wir noch nicht und ich glaube nicht, das es so kommt. Positiv denken!!!! Doch es gibt so einige Menschen die das so gar nicht können und dann ist so eine Diagnose für den Jenigen oder dessen Frau noch schlimmer, oder sie warten nur auf das Schlimmste, was ich nicht hoffe. Aber egal ob krank oder nicht, geniesse jeden Tag, es kann dein letzter sein, warum auch immer. Und wenn man sich am Boden fühlt... kommt ein kleines Licht, oder ein lieber Mensch und man kann alles mit einem Lächeln besser durchstehen. Sowie heute morgen. Ich hatte einen gar nicht so schönen Abend, musste weinen, war durcheinander.. (hatte nichts mit dem Krebs zutun) ... leider war der Morgen nicht besser, ich weinte noch immer, bis das Taxi kam. Ich wollte nicht weinend ins Chemozentrum gehen und da ich wusste das heute eine "Neue" dabei war,tat ich das auf keinen Fall. Ich motivierte mich bei jedem Schritt und als sich alle so freuten mich zu sehen und die Schwester mir zuzwinkerte und die Ärztin mich anstrahlte strahlte es auch in meinem Herzen. Denn man ist dort von lieben Menschen umgeben <3 Ich richtete mich mit meinen Filzsachen ein und schaute auf jeden besetzten Platz. Es war ganz schön voll heute. Ich atmete ein,atmete aus... puuuuhhh... dann schaute ich nach rechts zum Flur, an die Theke. Diese wunderschönen blonden Haare (HAAAAAARE) kenn ich doch, dachte ich. Boar... die JESSI <3 wie sehr ich mich freute. Der liebe Gott schickt eben seine Engel genau dann, wenn ich sie brauche und er schickt immer den genau Richtigen. Dieses Mal war er blond und brachte mir was Süßes mit. Ein anderes Mal war er (unecht) gesträhnt und brachte mir Parfum mit da hieß der Engel Teresa. Pralinen waren auch schon dabei. Es tat richtig gut. Noch war ich nicht angestochen und wir konnten uns noch einen leckeren Cafe Latte holen. Und wie immer konnten wir auch lachen. Doch ich bin neugierig, wie sie das Chemozentrum empfunden hat. Es war eine eher ruhige Truppe heute. Und zum ersten Mal nach fast zwei Jahren bekam ich wieder Chemo mit der Frau, die ich schon tot glaubte. 2010 bekamen wir auch zusammen Chemo, es war ein komisches Gefühl, aber kein schlechtes. Eher ein Gefühl, das wir noch immer leben. Andere könnten jetzt sagen: das ist doch schrecklich. Sie saßen 2010 hier zusammen und jetzt schon wieder. Doch man kann es auch anders sehen, wir leben!!!! Wir leben!!! Wir sind noch da. Ein Cousin schrieb mir bei der ersten Diagnose der Lungenmetastasen, das sein Bruder, der Arzt ist, mir mit dieser Diagnose ein halbes Jahr gibt. Hehe liebe Freunde, ich darf euch dran erinnern: das halbe Jahr ist um, und noch immer LEBE ich!!!!!! ... und was sagt ihr jetzt? Egal, ich wollte euch/dich nicht ärgern, falls du es überhaupt liest. Und mittlerweile rief er mich auch an und sagte ich sollte nach Heidelberg gehen, dort ist die Hochburg der Krebsforschung, er hatte einen Bericht im TV gesehen. Und es war sehr lieb gemeint Doch so manch einer weiß nicht was manchen Aussagen so anrichten können. Von den Ärzten bin ich es mittlerweile gewöhnt, doch von der eigenen Verwandschaft :/ hmm.. so manches Mal nicht leicht zu verkraften. Aber diese Worte verfolgen mich nicht, denn ich hab meine Familie. Meine Tanten, meine Cousinen mit denen ich im engen Kontakt stehe, meine Geschwister die IMMER da sind, meine Mama.... all meine lieben. Und dann dieses Meer an Geschwistern aus den vielen Gemeinden, die mich mit Gebeten auf Händen tragen ihr tragt mich und ich fühle es. Und es berührt mich sehr <3 Danke danke danke <3

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