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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 29


05.07.2012
Liebes Tagebuch!
Hab nun 4 Stunden im Klinikum verbracht, wegen eines Lebersono's was 8 Minuten gedauert hat ... Bin um 7.50Uhr aus dem Haus und nun um 13Uhr wieder da.. das ist doch wahnsinn, aber gut, denn ich wollte alle Untersuchungen noch hinter mich bringen, ehe wir in den Urlaub fahren und ich mal an ganz andere Dinge denke, als nur an irgendwelche Befunde. Also wie schon vermutet, Leber alles gut, alles sauber Und nun mal kurz hinlegen, warten macht müde

08.07.2012
♥♥♥ Da man Engel ohne Flügel nicht Engel nennen kann, nennt man sie Freunde! ♥♥♥
Ich kann Euch gar nicht genug danken für die innigen Gebete und das viele Daumen drücken. Besonders möchte ich heute stellvertretend für ALLE dem lieben Günni danken. In der Jugendstunde am Dienstag dachte er besonders an mich und meine Untersuchung (das CT) am nächsten Tag. Die Ohligser Jugend betete nochmal dafür und der Befund hätte nicht besser sein können Leute, Ihr seit der Hammer :*

Aber auch jede sms, jedes Kommentar, jedes "gefällt mir", aber auch die, die im Stillen beten und mit dran gedacht haben: Ich danke Euch von ganzem Herzen!

09.07.2012
Liebes Tagebuch!
Irgendwie hatte ich es mir einfacher vorgestellt einen Stellplatz auf einem Campingplatz in Holland zu finden wow... alles ausgebucht Hab fast den ganzen Tag damit zugebracht im Internet zu suchen. Tja... nach langem hin und her überlegen, kamen meine Schwester und ich darauf zusammen in den Westerwald zu fahren. Den festen Wohnwagen mit Vorzelt und kleiner Grünfläche konnte ich dieses Jahr nicht ganz finanzieren und dachte mir ihn zu verschenken, doch ich fand keinen der ihn haben wollte... oder der ihn bezahlen konnte. Nun, jetzt werde ich mit meinem Schwager die Tage hinfahren, ihn reinigen, einige Stellen ausbessern, Rasen mähen, Hecke schneiden und ihn herrichten, damit wir dann mit den Kindern hinfahren können. Eigentlich wollte ich gern das Meer sehen, doch alles geht eben nicht, vielleicht kann ich zur Kur ans Meer fahren... wer weiß Aber nun zählt erstmal "RAUS HIER, AUS DEM ALLTAG" !!! Und wir wollten bald die liebe Verwandtschaft aus dem Norden besuchen, dort können wir auch zum Meer Also Kopf hoch Sandi... Ich war nämlich richtig bedröppelt als ich stundenlang vor dem PC saß, einen Campingplatz nach dem anderen fand, und dann feststellenb musste, immerwieder auf's neue, alle 4 Minuten, belegt... alles ROT gekennzeichnet Mir schossen teilweise schon die Tränen in die Augen, weil ich nur dachte: Nein, das kann jetzt nicht sein.. du hast nun fast ein ganzes Jahr Chemo hinter dir, du hast kaum noch körperliche Kraft, du brauchst körperlich und seelisch eine Auszeit und dann bekommt man keinen Platz. Ich  konnte ja nicht früher buchen, denn ich wusste nicht, ob die Chemo wirklich ein Ende hat krrrrrrrrr...... man man man... hoch und runter... Achterbahn... Aber dann dachte ich über meinen Wohnwagen nach, im Westerwald. Ich zählte die positiven Dinge daran auf und kam zu dem Entschluss dieses Urlaubsgeld in den Platz zu stecken, den ich eigentlich loswerden wollte... ja.. ich will ihn noch immer loswerden, weil es sich für mich nicht lohnt und er sehr teuer ist. Doch wer weiß, warum es nun so gekommen ist?! Wer weiß was für Gründe das nun wieder hat? Na ja, es wird schon irgendwie positiv sein Hoffentlich sind die Kinder nicht allzu enttäuscht das es nun "nur der Westerwald" ist :/ Aber immerhin... Heute telefonierte ich mit einer Freundin, sie arbeitet immer sehr viel und war gar nicht auf dem neusten Stand mit meiner Gesundheit. Wir sprachen kurz darüber und sie sagte einen interessanten Satz: "Wer hätte denn gedacht, das du nun ein Jahr nach dem Befund "Lungenmetastasen" nun sagen kannst, das alles weg ist? Und nach dem Rückfall in der Chemotherapie im Februar, das nun noch mehr da ist, hätte das doch niemand gedacht!" Da wurde mir erstmal so richtig bewusst, das mich wohl schon einige abgeschrieben hatten oh Und dann dachte ich: ........ ja.... es kam wirklich so, wie ich es immer sagte oder noch öfters geschrieben habe. Nun fällt mir gerade ein, wie ein Freund mir letztens erzählte, das er in einer Nacht nochmal mein ganzes Tagebuch gelesen hatte... dann kam einen Tag später der wunderbare Befund das alles weg ist... Er sagte, es wären ihm die Tränen die Wangen hinuntergelaufen. Er sagte, das es wahnsinn sei was ich durchgemacht hätte und was ich geschrieben habe und dann dieser Befund.... Er war sehr gerührt und ich dachte mir " Hey, ich sollte das auch nochmal lesen" Es würde mir sicherlich vieles wieder vor Augen rufen und mich an wichtige Dinge erinnern... hmm... ja, vielleicht wäre das nicht schlecht. Irgendwie schiessen mir gerade viele Gedanken durch den Kopf und ich kann sie gar nicht packen...... Was war alles passiert ? In den letzten 12 Monaten ? Ich lernte ganz wunderbare Menschen kennen und lieben. Und dann wiederrum auch Menschen, die einem was vorspielen, was sie nicht sind. Die einem gutes tun und danach mit voller Wucht das Herz herausreißen und dich danach noch beschimpfen... und doch denke ich, das es ihnen schlechter geht als mir, denn sie sind die meiste Zeit in ihrem Leben allein und einsam. Doch auch aus diesen Situationen lernte ich und die Sichtweise konnte wieder wachsen, das Blickfeld wurde größer.... Doch trotzdem kann man nicht alles verstehen und das werde ich auch nie, zumindest nicht hier auf Erden. Aber das was ich sah und überall finden konnte , war die Liebe
Egal was der Mensch tat, worauf er hinaus wollte, oder aus welchen Gründen es geschah.. ein jeder tat es irgendwie aus Liebe oder um Liebe zu bekommen.

11.07.2012
Liebes Tagebuch!
Gestern schaute ich nochmal, ob ich vielleicht doch noch eine e-mail von einem Platz in Holland bekommen habe, doch Fehlanzeige Denn die halbe Nacht lag ich wach und dachte über die Idee mit dem Wohnwagen im Westerwald nach, und ich musste für mich feststellen... dafür habe ich die Kraft gar nicht Einen ganzen Wohnwagen von innen und außen reinigen, Rasen mähen und Hecke schneiden..... ich weiß nicht ob ich das in meinem jetzigen körperlichen Zustand überhaupt schaffen würde... ich denke nicht! Denn immernoch bin ich sehr schwach. Bei jedem kleinen Teil was auf dem Boden liegt, überlege ich, soll ich es aufheben oder nicht? Denn die Beine schmerzen sehr, besonders wenn ich von der Hocke mich hinstellen muss Es geht eben nicht alles spurlos an einem vorüber. Mein "Hulkarm" scheint bald zu platzen und er schmerzt sehr. Spülen und abtrocknen ist besonders schmerzhaft. Also schiebe ich das Spülen manchmal und ärgere mich über mich selbst Aber mir wird richtig übel vor Schmerzen wenn ich gespült habe... Na ja... Aber dann kam gestern meine Mama vorbei, nur kurz, aber das was sie sagte, war unglaublich schön Denn meine Großeltern unterstützen mich finanziell etwas um mir ein Bungalow oder Haus für die Ferien zu mieten. Man was freute ich mich. Denn ich hatte vorher wirklich Panik. Ich hatte das Gefühl und dachte immer: Nein... du kannst nicht hier bleiben, du kannst nicht zum Westerwald und da täglich am Wohnwagen rumbasteln... ich brauche mal Ruhe und Erholung, und einfach nur Spass mit den Kindern. Nachdem ich also wusste, das meine Möglichkeiten größer waren, durch die Unterstützung meiner lieben Großeltern, schaute ich wieder stundenlang im Internet nach einem kleinen Häuschen oder Bungalow. Ich fand einen schönen Platz in Holland mit einem kleinen Häuschen. Ich schrieb eine Anfrage und wartete stundenlang, den halben Tag, auf eine Antwort. Dann schaute ich im Vorbeigehen auf mein Postfach und ich freute mich und war gespannt, denn "sie haben Post" Ich öffnete die Nachricht und da stand, das sie im August eine Woche frei hätte. Hmm... eigentlich wollte ich schon früher weg, aber dann war es mir egal, hauptsache weg Dort ist es sehr kinderfreundlich und den Strand und das Meer erreicht man Zufuss Jippiiiiiiie. Ich sagte sofort zu und erwähnte, das wenn was früheres frei wird, sie mir bescheid sagen könnte. Später dann noch eine Nachricht, das sie noch ein älteres Haus, ein paar Tage früher frei hätte. Und ich freute mich Nun warte ich auf die nächte Antwort mit dem Preisangebot, denn "nur" eine Woche... also meistens kommt man in einer Woche mit Kindern, erst so richtig nach einer Woche an. Ich hoffe das klappt nun und wir können ein paar Tage aus diesem Alltag raus. Das wäre wie ein Abschluss für dieses kraftraubende Jahr.

Nun gehe ich gleich zur Blutabnahme. Ist das nun die letzte Blutabnahme im Chemozentrum in diesem Jahr? Bekomme ich nun, nach über 2 Jahren, auch ein Abschluss-Gespräch wie die anderen Patientinnen? Befunde sind alle da. Chemo ist abgeschlossen. Lebersono = bestens, Lungen-CT = bestens, Knochenzinti = bestens !!! Da werd ich doch nun endlich mal nen Abschluss-Gespräch bekommen, oder? Ich bin mal gespannt. Nun ab unter die Dusche und ab ins Klinikum.

13.07.2012
Happy Birthday liebe "Barbie" Nadine S.


Liebes Tagebuch!
So einen wundervollen "Freitag den 13ten" hatte ich noch nie, dabei hatte ich echt Angst vor heute.
Nachdem ich am Mittwoch (den 11ten) bei der Blutabnahme davon erfuhr, das ich heute zur Senologie hoch muss...
Da mir die schlimmsten Befunde immer dort mitgeteilt wurden und immer auf eine nicht so tolle Art und Weise. Ich verbinde mit dieser Abteilung nichts Gutes Als ich nach der Blutabnahme auf den genauen Termin warten musste, saß ich allein im Warteraum im Chemozentrum und mir liefen die Tränen die Wangen hinunter. Ich hatte Angst... obwohl ich wusste, das ich die besten Befunde hatte, denn ich weiß ja, das die Ärztinnen dort oben, nicht viel Hoffnung in mein Überleben setzten und auch bei guten Befunden wurde mir gesagt: Das ist nur eine Frage der Zeit, bei ihnen schlägt die Chemo immer erst gut an und dann kommen die Metastasen zurück. Dann kamen sie wirklich zurück und man sagte mir: Das haben wir ihnen doch gesagt... Bei all diesen Aussagen wurde ich sehr wütend. Vor allen Dingen bei der ersten Diagnose der Lungenmetastasen, als die Ärztin sagte:  Sie sind nun unheilbar - sie werden immer Krebs haben - Kümmern sie sich um ihre Kinder - bla bla bla.... Und diese Ärztin schaute mich immer komisch an wenn ich ihr begegnete, als würde sie sagen wollen: sie ist ja immernoch am leben... ? Nun ja, sie gehen nach ihren Statistiken und dem ganzen anderen  Mist.... Auf jeden Fall machten mich diesen Aussagen immer sehr sehr wütend und ich wollte es ihnen beweisen, das ich es schaffen kann. Ich wollte ihnen zeigen, das ich einen kompletten Rückgang der Krankheit, eine komplette Remission erreichen kann. Denn nicht nur eine Chemo kann Metastasen verkapseln oder verkleinern, sondern der Wille zählt auch ,und vielleicht am Meisten der Überlebungswille und der Kampfgeist. Jedoch kann nur einer das Unmögliche, möglich machen. Und der Glaube kann alles möglich machen, denn wenn du an dich glaubst, kannst du alles schaffen Doch trotz allem hatte ich ein mullmiges Gefühl in die Senologie zu gehen, denn ich wollte nicht verunsichert oder wütend das Krankenhaus verlassen. Denn so wie ich die Aussagen von dort kenne, hätten sie sagen können, "sie wissen doch, auch wenn es nun weg ist, es wird wiederkommen..." Ich hatte mir schon die passenden Sätze für solche Aussagen zurecht gelegt und war eigentlich recht motiviert mich dem zu stellen. Zuerst musste ich zur Blutabnahme ins Chemozentrum, denn meine Werte waren recht schlecht am Mittwoch. Thrombos 55 und Leukos 2,0. In der Chemoambulanz traf ich 2 liebe Freundinnen, worauf ich mich schon am Morgen gefreut hatte. Wir unterhielten uns einige Minuten bis unsere Wege sich am Aufzug wieder trennten. Ich musste in den sechsten Stock zur Senologie und die anderen konnten nach Herzeptin und Blutabnahme nach Hause... Ich war gar nicht mehr ängstlich, sondern freudig und motiviert Ich sagte im Sekretariat bescheid das ich da bin und setzte mich zu einem Pärchen in den Wartebereich. Der Mann streichelte die Hand seiner Frau und sie schien den Tränen sehr nahe zu sein Man spührte die Angst der beiden und es war eine Stille die in diesem Bereich des Krankenhauses herrschte. Dann kam plötzlich Frau Dr. E. , die mir meine allererste Diagnose 2010 mitteilte und mich auch operierte. Sie lächelte mich freundlich an und sagte: Na... alles gut? Ich sagte freudig: JA ... Dann ging sie weiter. Ich blätterte weiter in der Zeitung und lutschte fröhlich und grinsend mein Lakritzbonbon. Doch man spührte noch immer die Unsicherheit und Angst der Patientin gegenüber von mir. Am liebsten hätte ich gleich zu ihr gesagt: Hey, das schaffen sie, ich hab es auch geschafft Doch ich wusste, das hätte sie nun auch nicht beruhigt. Dann kam Frau Dr, E. nochmal an mir vorbei, blieb kurz bei mir stehen und sagte: Das ist ja alles weg ! Das freut mich. Wollen wir hoffen das es LANGE weg bleibt Ich sagte: Ja.. ein bisschen aufatmen wäre nicht schlecht, es darf LANGE weg bleiben. Sie ging weiter. Dann wurde das Pärchen reingerufen und es schien sich der Rest Farbe im Gesicht der Frau zu verabschieden... In diesem Moment erinnerte ich mich an diese Momente, die ich durchlebte und wie lange das schon her war. Und dann sah ich mich nun dort sitzen, nach dieser langen Zeit und den Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapien. Ich lächelte und dachte mir: Das hast du alles geschafft und in meinem Körper ist nun alles GUT Ich atmete tief durch, lutschte weiter mein Lakritzbonbon und schaute weiter fröhlich in die Zeitung. Dann kam noch einmal Frau Dr. E. und sagte: Ich meine ich hätte gesehen, das sie nur noch Tabletten nehmen müssen, Tamoxifen (Antikörper) glaube ich... Und sie lächelte mich wieder an. Dann ging sie wieder. Ich konnte aus dem Beprechungsraum die Worte " ein Port wird ihnen implantiert" , "Chemotherapie" , "Nebenwirkungen" und "Rezept für eine Perücke" vernehmen und konnte mir vorstellen, das die Patientin nun in sich zusammensackt... Und ich wusste, ich werde diese Frau irgendwann einmal bei der Blutabnahme oder Chemo sehen, wenn ich zum Port spülen gehe, oder wenn ich jemanden besuche. Dann verließ die Patientin und ihr Mann  nach eine Weile die Senologie und ich war an der Reihe. Die Ärztin verabschiedete das Pärchen und rief mich rein mit den Worten: Bei ihnen wird das nun schneller gehen, entschuldigen sie , das sie so lange warten mussten. Ich sagte: Kein Problem Dann setzten wir uns und ich sah meine dicke Akte auf dem Schreibtisch liegen mit den neusten Befunden. Nun war ich mehr als gespannt, was sie nun sagen würde... Sie lächelte mich an und sagte:

Ja. Es wurde bei ihnen eine komplette Remission festgestellt. Besser kann eine Chemotherapie nicht laufen. Der Tumormarker ist super. Das heißt, das wir nun mit der Chemotherapie aufhören müssen. Sowie in den Lymphen als auch in der Lunge sind keine Metastasen mehr festzustellen.

Hab ich je etwas schöneres gehört als diese Worte ? Ich glaube das diese Worte, mich zum glücklichsten Menschen auf dieser Erde machen.

Sie erklärte mir noch die Sache mit den Tabletten, die ich aber bereits kannte, denn nach der letzten Chemo, bzw. vorletzten Chemo, musste ich diese Antikörper-Tabletten auch nehmen. Dann fragte ich noch, wann die nächste Untersuchung dann fällig sei. Sie sagte mir, das ich alle 6 Monate ein CT von der Lunge bekommen würde, da drei Monate zu engmaschig seien. Sie erklärte mir, das wenn dort eine Metastase von 0,5cm sei oder mehrere kleine oder größere, würde die Therapie die Gleiche sein. Und sie sagte, das ich auf meinen Körper hören soll und ich ja immer merken würde, wenn unterm Arm (Axilla) eine Metastase wächst. Ich bat sie dann, mir meine Akte für's Chemozentrum zu geben, wegen weiterer Blutabnahmen und dann sagte sie: Ich hoffe wir sehen uns nicht so schnell wieder. Überglücklich und fröhlich ging ich also mit der Akte in meinen Armen nach unten. Ich hüpfte quasi vom sechsten Stock bis ins Erdgeschoss hinunter und stellte mir vor, das ich nun mit der Akte, die Treppen hinunterfalle und mir den Hals breche... also ging ich ab der zweiten Etage relativ normal eine Stufe nach der anderen Im Chemozentrum angekommen, konnte Schwester Kirsten schon alles meinem Gesicht entnehmen Ich erzählte ihr alles und sie sagte: Dann sind sie jetzt GESUND. ........... Wann hatte ich dieses Wort das letzte Mal im Zusammenhang mit mir mal gehört ? Es ist auf jeden Fall einige Jahre her. Dann fragte ich nach meinen Werten. Sie sind zwar etwas gestiegen, aber noch nicht genug. Thrombos 65 und Leukos 2,3. Also am Dienstag wieder hin. Danach fuhr ich überglücklich nach Hause. Ich bekam schon Krämpfe im Gesicht vom Grinsen und das zog sich nun durch den ganzen Tag... Deshalb war es der schönste "Freitag der 13te" den ich je erlebte. Das Ziel das ich nun ein Jahr erreichen wollte, ist erreicht!!! Und das dank wahnsinnig vieler Gebete und einem starken Glauben Und meine Schwester sagte zu mir und meiner Mama heute: Ich habe ja auch mit dem Bezirksapostel gesprochen, das dürft ihr NIE vergessen

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