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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 83


29.08.2014 Liebes Tagebuch! Wir haben Freitag Abend. Julien und Jaque schlafen. Ich schau noch fern. Eigentlich wollte ich etwas im Internet surfen und dann schlug ich mal mein Tagebuch auf und ich dachte "ups, lange nicht mehr geschrieben", und dann auch noch kurz nach einem CT-Befund. Denn am Montag den 25.08.2014 hatte ich CT von der Lunge und Ultraschall von der Leber. Die Leber ist frei wie immer. Die Lunge leider nicht. In beiden Seiten der Lunge befindet sich jeweils eine Metastase von 2cm. Unterm Arm konnte der Radiologe nicht genau sagen, ob da wieder eine Metastase ist oder was das ist..... wird man wohl im schriftlichen Befund lesen können. Vor dem CT hoffte ich soooo sehr das man mir verkünden würde, das die Platinchemo wieder alles weggeballert hat, dem war leider nicht so. Doch beim atmen merkte ich es leicht und dachte mir schon, es könnte sein das sie gewachsen sind. Die letzten Monate waren hart wegen der Chemo. Ich wurde immer kraftloser und war so unmotiviert zur Chemo zu gehen, dann krampfte mein Herz ganz oft und ch fühlte mich oft so, als würde ich bald den Löffel abgeben. Deshalb war meine Hoffnung ja so groß, das die Chemo wirken würde und ich Zeit bekomme um Kraft zu tanken und mal wieder ein Stück Normlität in unser Leben kommt. Jede Chemo die ausfallen musste war toll, ich freute mich und atmete auf. Die Blutwerte waren schlecht und ich freute mich über die kommenden Tage wo es mir nicht so schlecht gehen würde, wie nach der Chemo. Auch der Oberarzt sagte: Ich hatte es schon gemerkt als sie sich so freuten das die Chemo ausfallen musste..... Ich hatte das CT hinter mir und lag dann auf der Liege vor dem Ultraschall für die Leber. Der Arzt kam rein und begrüßte mich und meine Freundin. Dann sagte er, das er sich gerade die Bilder meiner Lunge angesehen hätte und mir leider sagen müsste, das die Metastasen wieder gewachsen wären. Ich war zunächst erstmal nur enttäuscht und traurig, und dann dachte ich trotzdem "ich mach trotzdem erstmal keine Chemo!" Ein bisschen nachdenklich und bedröppelt gingen wir nach der Untersuchung frühstücken. Als wir beim Frühstück saßen hatte ich die Nachricht schon verdaut und für mich stand immernoch fest "keine Chemo". Ich halte im Moment keine Chemo aus, das weiß ich und spüre ich. Ich will einfach nicht an der Chemo sterben, denn auch das hab ich schon des öfteren gehört. Oder das Menschen gestorben sind, weil sie durch die Chemo so geschwächt waren, kein Immunsystem hatten und somit an einer Blutvergiftung verstorben sind. Ich bekam nun seit November 2012 durchgehend Chemo, davor nur vier Monate Ruhe, und davor auch ein Jahr Chemo, davor acht Monate Ruhe und davor die Diagnose, Chemo, OP und Bestrahlungen. Alles in allem bin ich seit April 2010 damit beschäftigt. Und wenn die Ärzte es schneller festgestellt hätten, dann hätte ich bereits im November 2009 mit allem angefangen, nur ob es dann so schlimm geworden wäre, wie es letzendlich kam, kann niemand wissen. Trotzdem bin ich dankbar über alles was ich erlebt habe. Natürlich waren wirklich schreckliche Dinge dabei und es ist schlimm zu sehen, das es an den Kindern nicht spurlos vorbei ging. Mein kleiner hat wahnsinnige Verlustängste und erfindet in der Schule sogar Geschichten um an den Hausaufgaben vorbei zu kommen. Er ist ganz unsicher und hat viel Angst in seinem jungen Leben, denn er hat eine schwer kranke Mama. Als wir ein paar Tage in Schleswig Holstein sein konnten, bei unserer Familie, da blüte er förmlich auf, und ich und Julien auch. Die drei Tage die wir am Strand verbringen durften, waren himmlisch für uns. Endlich mal keine Sorgen, die Sonne und das Meer genießen. In diesen Momenten dachte ich, ich muss es schaffen, das wir das öfters haben. Kraft tanken und mal wieder erleben und sehen, das das Leben auch andere Seiten hat, schöne Seiten, Freude, Zeit, Wärme und Frieden. Das fehlte uns die letzten Jahre. Nur wie soll man das finanziell hinbekommen? Sogar wenn die Kinder neue Klamotten brauchen frag ich mich, wie soll ich das bezahlen. Zudem man noch krank ist, kommen noch finanzielle Sorgen. Also wie um Himmels Willen soll man denn in den Urlaub fahren? Vor ein paar Monaten beantragte ich Wohngeld. Ich bekomme nun 28 Euro Wohngeld. Nun sind wir umgezogen, die Wohnung ist größer, ruhige Lage (in Bezug auf Nachbarn), und auch teurer.... trotzdem immernoch 28 Euro. Dei vom Wohnungsamt sagten, wenn ich das Geld was ich habe, also meine Rente, verdient hätte, es also ein Lohn wäre und ich dafür gearbeitet hätte, dann würde ich mehr bekommen, aber da ich ja zuhause bin und es eine Rente ist, sind es eben nur 28 Euro. Also man wird sogar noch bestraft dafür, das man krank ist und nicht arbeiten kann. Wie gern hätte ich ein ganz normales Leben. Diese ganz normalen Dinge, wenn ich eine normale Mama sein kann, das wäre so wundervoll. Die lletzten Tage hab ich nicht an Blutabnahme und Klinikum gedacht, ich blendete es aus. Ich brachte morgens meinen kleinen zur Ampel. Er ging über die Ampel zu den anderen Kindern die auf dem Weg zur Schule waren und winkte mir fröhlich. Ich bekam eine Gänsehaut und Tränen in den Augen. Danach war mein Herz so voller Liebe und Dankbarkeit. Ich drehte mich um, ging zum Haus zurück und atmete tief die frische Morgenluft ein mit einem Lächeln im Gesicht Und immerwieder sag ich mir dann "ja, ich bin noch hier und darf das erleben. Ich darf atmen und meinem Kind zuflüstern, das ich es liebe. Ich darf ihm winken, ihm einen schönen Tag mit Freude wünschen und Abends mit ihm beten und dem lieben Gott danken, das er uns behütet hat"........ Wie es im Moment weitergeht, weiß ich nicht. Aber ich muss sagen, ich brauche jetzt diese Normalität, und ich nehm sie mir. Wie lange? Keine Ahnung. Natürlich schaue ich, was ich gegen den Krebs tun kann, aber erstmal keine Chemo. Gerne würde ich nach Indien reisen und dort ayurvedisch behandelt werden.... wie ich das anstelle weiß ich noch nicht, aber vielleicht finde ich einen Weg. Es wird schon werden. Bis jetzt gab es schlimmeres und noch ist die Lunge mehr frei als das sie voll ist. Den vollen Zustand hatten wir schon, und auch den bekamen wir in den Griff. Ich lege alles in die Hand Gottes, das klappte bisher immer Er wird helfen!!!!
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