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sandibalandi.de.tl - Tagebuch Nr.13


15.02.2012
Liebes Tagebuch!
Da sich so einiges geändert hat, habe ich eine neue Seite aufgeschlagen. In der vergangenen Zeit war ich sehr enttäuscht von so manchen Menschen und verletzt worden, was ja normal ist in diesem Leben Doch am meisten habe ich meine Mama vermisst. Denn die Zeit für Gespräche und Nähe war nie da, bzw. wurde sich nicht genommen. Es ging nur noch um alles andere, was natürlich auch sehr wichtig ist... doch leider passiert es dann sehr oft das man sich vergisst. Wir standen uns immer sehr nah, doch ich hatte mein ganzes Leben das Gefühl weniger geliebt zu werden als meine Geschwister. Denn ich bin ja ein Sandwich-Kind, da passiert das öfters. Dieses "zuwenig geliebt zu werden" zog sich durch viele Jahre und im Laufe des Geschehens denkt man es sei alles in Ordnung. Man schluckt und verdrängt, oder man bemerkt gar nicht das man eine Wunde hat.
Vor drei Wochen kamen die Zu- und Umstände so zusammen, das ich dachte nun ganz allein zu sein... und das es nur noch nervig sei von Chemo und den Nebenwirkungen zu hören... natürlich ist es auch so... wie kann man sich auch immer den ganzem Mist reinziehen... immer und immer wieder das Gleiche (( wie ätzend!!! Immerhin beschäftigen wir uns schon zwei Jahre mit dem Mist, unglaublich aber wahr. Die letzten zwei Wochen war meine Mama im Urlaub,was sie mehr als verdient hatte... und nach den neuen Nachrichten (der neuen Metastase), könnte sie schon wieder Urlaub gebrauchen ..... also hatte ich Zeit die letzten zwei Wochen diese Gefühle zu vertiefen, was natürlich schmerzte... doch ich, wie ich bin, wollte drauf sch... und alleine alles schaffen (was unmöglich ist, aber Sandi denkt in dem Moment "ich kann alles alleine") haha.. du Witzbold Nach ihrem Urlaub telefonierten wir. Es war vorgestern Abend. Ich saß vor meinem Kamin am warmen Feuer, die Kinder schliefen und wir quatschten... zunächst ging es um andere Dinge... doch dann bemerkte ich in mir, das ich meine Gefühle und meine Enttäuschung ansprechen sollte. Dies tat ich... und am anderen Ende der Leitung wurde es  ruhig... sehr ruhig... Meine Mama war ganz erschrocken, darüber das ich mich unwichtig und ungeliebt von ihr fühle... sie erinnerte sich an früher,als ich 12 Jahre alt war, ich dachte damals,das ich ein Adoptivkind sei... sie lachte nur immer und sagte: schau mal in den Spiegel wie du aussiehst... denn ich sehe so aus wie sie Zuerst wusste sie nicht recht was sie sagen sollte, denn sie war wirklich sehr geschockt, denn sie tut alles für mich... sämtliche Papiere... Haushalt... Kinder... doch mich vergisst sie, bzw. dafür ist dann nicht auch noch Zeit. Und sie ist auch nur ein Mensch und die Kraft geht eben dahin... doch das ich dann erfahren würde, wie es wirklich in ihr aussieht und das es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht. Eigentlich logisch für eine Mutter und auch logisch und normal für eine Mutter wie sie eine ist, sie lebte immer nur für ihre Kinder. Doch das sie so eine Angst um mich hat, solche Albträume hat und Gedanken.... nein, das wusste ich nicht. Ich dachte immer nur, das alle, einschließlich meiner Mama, sich auf meine Stärke verlassen und nicht daran glauben das ich sterben könnte.
Doch dann war ich die jenige die geschockt am Telefon saß und mir liefen die Tränen die Wangen hinunter. Es war sehr traurig für sie, doch  ich freute mich zu hören wie sehr sie mich liebt )))))))
Sie sagte: Du kannst dir nicht vorstellen was für eine Angst ich um dich hab. Ich denke jede Minute an dich und möchte am liebsten jede Minute wissen wie es dir geht. Fast jede Nacht träume ich das du stirbst. Ich denke immer wieder daran wie ich dich geboren hab, wie schön deine Haut war.. deine langen Haare später... dein Strahlen,dein Lachen... und du brachtest mir jeden Tag Blumen mit nach Hause, jeden Tag!!! Du warst so schön... und jetzt sehe ich deinen Körper deine Brust,deine Haut,deine Nägel... wie du gehst... und ich bekomme Wut und sage: was habt ihr mit meinem Kind gemacht... sie sollte nur glücklich werden... ich kann dich nicht mehr so leiden sehen. Als ich von der neuen Metastase hörte,hatte ich Schüttelfrost am ganzen Körper... ich dachte nur: nein, sie soll nicht mehr leiden... sie schafft keine neue Chemo.. lasst sie alle in Ruhe.

Dann sagte sie: ..ich erinnere mich als du drei Jahre alt warst,wie du die Tabletten deiner Urgroßmutter geschluckt hattest und die Ärzte sagten: ihre Tochter wird sterben... ich sagte nur: ich nehme sie jetzt mit nach Hause,denn der liebe Gott lässt nicht zu das sie stirbt!!!

Gott sei dank hatte meine Tante dies verhindert und sie blieb mit mir im Krankenhaus und ich bekam viele Stunden den Magen ausgepumpt.

Dann erzählte sie weiter: Du sahst dort mit den Schläuchen durch die Nase, warst blau angelaufen,alle um dich herum,es lief immer mehr Flüssigkeit in dich hinein und du musstest nicht brechen... 7 Stunden.. und mehr... ich sehe dich vor mir, wie es war. Du mit deinen langen Haaren bis zum Po. Dieses kleine hübsche Mädchen. Meine Tochter die so leiden musste. Als alles vorbei war und wir nach Hause durften,am nächsten Tag, sagte ich zu mir: nie wieder soll sie so leiden müssen... Und jetzt sehe ich dich so leiden, das ist schrecklich. Warum musst du so leiden? Aber ich war davon überzeugt, der liebe Gott lässt dich nicht sterben... und jetzt.. er kann dich mir nicht wegnehmen... und wenn ich sehe wie du leidest,ich weiß ich sollte nicht so denken, aber ich denke dann: hätte ich sie doch nie geboren... denn dann hätte ich dir dieses Leid erspart.

Das wusste ich wirklich nicht!!!!! Das meine Mama so fühlt. Die Arme

Bei jedem dieser Sätze weinten wir noch mehr. Es tat zwar weh, aber es tat auch gut. Ich hatte immer Angst, das solche Sachen erst zur Sprache kommen, wenn ich nicht mehr da bin. Ich hatte Angst es nicht zu wissen... Ich höre nur immer: Du bist stark, du schaffst das. Ich habe nur noch das Gefühl das sich alle darauf verlassen. Doch was ist wenn ich alles tue... jede Chemo..jede Bestrahlung... mir Ruhe gönne... alles was irgendwie geht... und ich es dann trotzdem nicht schaffe??? Was dann?? Ich weiß, ich sollte nicht so denken... doch diese erneute Diagnose ist unglaublich!!! Wieder einmal Chemo bekommen... 6 Monate...17 Stück.... dann wieder eine neue Metastase... man man man.... natürlich kämpfe ich bis zum bitteren Ende..natürlich glaube ich an Wunder und hab schon viel drüber gelesen... doch man steckt nich drin. Es passiert das was passieren soll!!! Ich kann nur mein bestes tun.

Dann sagte meine Mama noch: und deine Kinder... oh Gott... wie sie leiden werden. Du bist alles für deine Kinder!!! Ich werde dich niemals ersetzen können. Ich werde alles tun, aber ich kann dich nicht ersetzen....

Es waren viele Worte die unter die Haut gingen und ich weiß das so manch einer, der es nun liest und der uns kennt, zu weinen anfängt...

Trotzdem ist es noch lange nicht soweit und mir geht es nun viel besser, wo ich die Gefühle meiner Mama kenne und weiß. Ich habe nun noch mehr Grund zu kämpfen, weil ich nicht möchte das sie so leiden muss.... ich werde alles dafür tun,alles!!!!!!! Und wer weiß denn wie es weitergeht.... vlt. ist das die einzigste Metastase... ich bekomme Bestrahlung und hab eine Zeit Ruhe... die Medizin forscht... forscht... und es wird das Sandi-Killer-Metastasen-Programm entdeckt... das wär's doch ))




Meine Mama damals....



Meine Mama heute Ich liebe Dich Mama... eine bessere Mutter und Freundin gibt es nicht!!!




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