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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 31-2


13.08.2012
Liebes Tagebuch!
Tatsächlich habe ich nun "URLAUB" hinter mir. Entspannung! Ist das zu fassen?? Nein, eigentlich nicht wirklich. Gerade sehe ich das Datum und eigentlich wollte ich ganz anders anfangen zu schreiben, doch nun erinnere ich mich gerade daran, was vor einem Jahr im August geschehen war. Ich war eigentlich vor einem Jahr sehr glücklich und dachte ich sei vollkommen gesund, ich wollte und sollte am 10.08.2011 meine Kur antreten mit den Kindern, es war in den Sommerferien. Dann die Diagnose Lungenmetastasen und der entscheidende Satz der Ärztin: Das kann nun sehr schnell gehen, sie sollten alles mit ihren Kindern klären. Sie sind unheilbar krank. Und ich hatte diese Wut und die Motivation genau dieser Ärztin, der Statistik, und aller Welt zu beweisen, das es auch anders geht. Das es nicht so ist, wie die Ärzte es sagen oder es in Büchern oder im Internet steht. Es dauerte wirklich eine, für mich, laaaaange Zeit, bis ich dieses Ziel erreicht habe. Doch die Hauptsache ist, das ich es geschafft habe! Mein Gefühl sagte mir immer: Nein, an Krebs wirst du nicht sterben! Nicht wegen einem Kleintier! Nicht aus dem Grund, das mein Körper einen Fehler gemacht hat. Sondern bestimmt, weil ich mal an einem riesen Stück Schokolade (mit Nüssen ) ersticken werde, weil ein Klavier ganz plötzlich auf mich fällt, oder die Schwebebahn noch einmal herunterfällt, und zwar genau auf mich Eigentlich sollte und wollte ich meine Notizen und Gedanken aus dem Urlaub herauskramen und diese abtippen, dort habe ich von Hand zwischendurch Tagebuch geschrieben, was auch irgendwie besonders war, doch das mache ich gleich oder morgen. Nun kommen erst die Gedanken, die jetzt in meinem Kopf herumschwirren.... Irgendwie gerade ganz anders hier zu sitzen und zu schreiben. Vor allen Dingen mit dem Gedanken, das ich GESUND bin Aber zwei Wochen ohne Rechner und Telefon war wirklich Entspannung pur! Doch das machte nicht die meiste Entspannung aus, sondern eher, das man keinen Termin vor sich hatte. Kein Pieksen, kein Denken, keine Diagnose, keine Prognose.... einfach NICHTS wie schööööööön. Schon der Abreisetag war spannend. Hatte ich wirklich alles verstaut? War das Navi bereit für die Reise? Hatte ich genug zu Essen für die Fahrt? Allein der Gedanke das "ICH" in den Urlaub fahre, war schon der Hammer. Ich konnte es nicht wirklich fassen. Auch die Kinder wollten schon ihre Fahrräder selbst auseinander bauen, damit sie in den Kofferraum passten. Schnell war alles verstaut und wir startklar. Schnell war klar, was wäre so eine Fahrt ohne Kinder? Viel zu ruhig haha.... Ich erinnerte mich an die Fahrten nach Frankreich. 12 Stunden durch die Nacht. Erst Belgien, dann Paris, große Spannung, viele Lichter und als man dann schon Bordeaux lesen konnte, war es nicht mehr weit bis Biscarrosse und man saß aufrecht und zog sich schon aufgeregt seine Schuhe im Auto wieder an Damit man, wenn man auf dem Campingplatz "Navarrosse" ankam, direkt schauen konnte, ob alles noch genauso ist, wie in dem Jahr davor und davor und davor Damals hatte meine Mama unsere Badesachen schon griffbereit und unsere Fahrräder waren die ersten die ausgepackt wurden Und als man schon 20 Runden über den Platz gefahren war und die Eltern und Verwandten das Zelt aufbauten, konnte man es kaum erwarten das der Kescher aus dem Anhänger geholt wurde, damit man die ersten Fische fangen konnte Nun ja, natürlich war es nun bei uns ganz anders, doch ich holte mir diese Gefühle, diese Kindheitserinnerungen wieder in den Kopf und auch ins Herz. Dann freute ich mich nochmehr für die Kinder, das wir bald endlich zusammen den Strand und das Meer sehen dürfen. Das alles erleben... Urlaub.... nach einem Jahr Chemotherapie... nach Schmerzen, nach diesem Kampf, nun solch eine Belohnung zu bekommen. Wir fuhren gemeinsam mit meiner Schwester, meinem Schwager, meinem Neffen und meiner Mama. Der kleine Ort hieß Ellemeet, ganz in der Nähe von Renesse im schönen Holland. Ich bemerkte wie ich alles immer mit Frankreich verglichen habe, sogar das Erreichen der Grenze. Damals saßen wir im Auto mit der Familie und riefen alle: Juchuuuu.... wir sind in Frankreich )) Nun riefen ich und meine Schwester den Kindern zu: Juchuuu... wir sind in Holland! ......... Und die Kinder sagten ganz ruhig: Oh, wir sind schon da? ... hmm... nein, sagte ich, es sind noch 2 Stunden, aber in Holland sind wir schonmal... Irgendwie führte uns das Navi kurzfristig durch Belgien, das entgang auch den Kindern nicht und sie waren entsetzt: Mama, du sagtest doch wir fahren nach Holland ?! Wieso sind wir jetzt nicht mehr in Holland ?? Hmm... nun gut. Aber wir erreichten trotzdem unser Ziel. Die letzten 20 Kilometer führten an der Küste entlang. Eine wunderbare Landschaft, Boote, Möwen, Windsurfer, Angler und die Sonne schien, ein strahlend blauer Himmel erwartete uns. Die Sonnenbrillen kamen zum Einsatz und wir hatten alle ein breites Grinsen im Gesicht. Dann sagte Jaque: schaut mal, eine fliegende Möse. Waaaaaas ??? sagten wir. Dort! sagte er wieder: Eine fliegende Möse. Meine Schwester bekam einen Lachkrampf und ich sagte: Das ist eine MÖWE, Jaque. Achso... ja, sag ich doch Mama Wir verbrachten schöne Tage miteinander. Jedoch gestaltete sich der Anfang schwierig und schnell bemerkten wir, was wir hinter uns hatten und auch das in dieser schweren Zeit, die ja nicht kurz war, einiges nicht ausgesprochen wurde. Doch es war, glaube ich, richtig. Richtig das es zu diesem Zeitpunkt nicht ausgesprochen wurde, sondern das wir alle zusammen einfach kämpften und diese Zeit der Chemo überstehen wollten. Doch ein jeder erlebte diese Zeit anders, doch jeder erlebte sie intensiv. Jeder hatte Angst. Und jeder auch sein eigenes Leben und seine Bedürfnisse und Wünsche. Doch man kommt irgendwann an einen Punkt, wo man erkennt und es auch akzeptieren muss, das ein jeder Mensch anders ist. Man kann das gleiche Ziel verfolgen, den gleichen Weg gehen, doch völlig anders denken und fühlen.... Aber er oder sie meint es nicht böse, sondern ist einfach nur "Anders". Das wurde uns in den ersten Tagen sehr klar und auch wenn wir es vorher bereits wussten, irgendwie schockierte es auch. Doch trotzdem wuchs man wieder ein Stückchen näher zusammen und ein jeder konnte den Urlaub geniessen. Die Sonne war herrlich und ich hätte nicht gedacht, das mein "mit Chemo verseuchter Körper" nochmal Farbe annehmen würde. Doch er tat es Und so sah ich schon wieder mehr wie ein Mensch aus als vorher. Und braunes Fett sieht schöner aus als weißes. Und nen brauner Mammut-Hulk-Arm sieht auch schöner aus als ein weißer. Denn bei dem Weißen kommt es einem so vor, als hätte der nochmehr qm Fläche. Jedoch wird er irgendwann eh grün angemalt für ein Spezial-Hulk-Foto... oh... das könnte ich für den Behindertenausweis machen ))) hahaha....

so... nu haben wir fast 23 Uhr, und ich hab mir vorgenommen, nicht mehr so spät ins Bett zu gehen. Denn ich hörte das Schlaf gut und wichtig sei Also schreibe ich morgen weiter. Gute Nacht :*

14.08.2012
Liebes Tagebuch!
Gerade hatte ich mir vorgenommen nicht mehr auf andere zu zugehen, doch es ist kaum eine Stunde her und ich merke, das kann ich gar nicht. Ich weiß, ich muss mich nicht rechtfertigen oder entschuldigen für die letzten Monate. Denn wenn ich mich nicht nur auf mich konzentriert hätte, wäre ich jetzt nicht mehr da. Doch trotzdem, wenn etwas im Raum steht, muss ich das klarstellen, sonst fühle ich mich nicht gut. Es macht mich eben trotzdem traurig wenn jemand von mir denkt, das ich undankbar wäre oder ich ihn ignoriere. Es gibt eben Situationen, da braucht man die Energie nur für sich selber und nicht für andere. Und beim Überleben denke ich, ist das gestattet. Besonders wenn es darum geht, das zwei Kinder ihre Mutter nicht verlieren. Na ja. ich werde morgen mit dieser Person sprechen und ich hoffe, das ich mir keine Vorwürfe anhören muss, das ich nicht angerufen bzw. zurückgerufen hab, zumal ich nie einen Anruf bekommen hab....... Na ja. Ich weiß, das es für gesunde Menschen schwer ist einen krebskranken oder totkranken zu verstehen, das kann eben keiner... und mittlerweile denke ich, können die kranken auch die gesunden nicht verstehen. Wie gerne würde ich vielen Menschen, die für mich da waren danken. Ich bin unendlich dankbar für jede Nachricht die mich aufbaute, für die Komplimente, jedes Lächeln und auch für "2 Minuten Anrufe", für jedes Gespräch, Geschenk und sovieles mehr... Aber wie drückt man diesen riesen Dank denn aus? Was erwartet man? Erwartet man überhaupt? Ich glaube die, denen ich wirklich was bedeute und denen ich nahe stehe, denen konnte ich mit meinem überleben danken. Das was andere erwarten, konnte ich nicht erfüllen!!! Aber es ist vielleicht wieder eine Sache der Perspektive und Sichtweise. Denn wenn der Mensch, der von mir erwartet, das ich ihm danke und ihn anrufe es mal anders sieht... aus einer anderen Perspektive. Denn mittlerweile sind es hunderte die täglich für mich beteten und manche kenne ich bis heute nicht. Viele Nachrichten und Anrufe erreichten mich gar nicht, denn auch das Netz ist nicht allmächtig... Und ich KANN es nicht jedem Danken. Ich kann es einfach nicht. Es machte mich vor kurzem sehr traurig und in einem Gespräch sagte ich: Ich werde es niemals danken können oder zurückgeben können. Und die Person worum es ging sagte: Nein, das kannst du nicht! Mehr sagte sie nicht. Das hatte gesessen. Und es hatte mich zutiefst getroffen. Doch Recht hat sie trotzdem, doch es war nicht nötig es zu hören. Doch ein jeder muss mit solchen Dingen leben. Ein jeder Mensch ist anders und man muss jeden so nehmen wie er ist. Doch irgendwann sollte man, spätestens wenn man krank wird oder sogar dadurch krank wird, darauf schauen was man selbst möchte, was gerade jetzt das Beste für einen ist und wie man wieder gesund wird. Mein Weg war, mich nur auf mich zu konzentrieren. Ich schaute auf meine Kindheit und auf meine Zukunft. Was hatte ich mir vom Leben gewünscht? Was waren meine Träume? Und ich musste erkennen, das dieser Traum sich nicht erfüllen kann und ich realistisch werden muss. Denn mein Traum war es, immer Kind zu bleiben! Denn meine Kindheit war besser als jeder Film, besser als jede Phantasie, es war für mich der Himmel auf Erden und ich war überzeugt davon, das ich ewig lebe, das ich wenn ich falle Flügel habe die anfangen zu schwingen, das Hände da sind, die mich immer auffangen. Ich war und wurde immer behütet und begleitet. Es war eine Sicherheit da, die man als Erwachsener nicht mehr hat. Denn wenn die Mutter zu einem sagt: Es wird alles wieder gut. Dann glaubt man daran und es wird so geschehen. Ich dachte im Urlaub sehr viel nach und fragte mich, was ich vermisse. Und die Antwort war: Die Vergangenheit. Nun sehe ich und erkenne ich, das ich das nie wieder zurückbekomme, meine geliebte Kindheit. Jetzt muss ich die Mutter sein, die, die einen festhält und beschützt. Es ist so eine große Verantwortung und ich weiß, das ich meinen Kindern nie so eine Mutter sein kann, die meine Mama immer für uns war. Ich bin eben ein anderer Mensch als meine Mutter. Sie war für uns genau richtig und ich muss genau richtig für meine Kinder sein, denn es sind meine Ich fühle mich, als hätte ich zwei Jahre mit ihnen verloren. Denn es war mir nicht möglich so für sie da zu sein, wie ich es mir gewünscht hätte und wie es eigentlich hätte sein sollen. Man kann eben nichts zurückdrehen, nichts ungeschehen machen oder wieder gut machen. Es ist, wie es ist! Doch auch diese Zeit schweißte uns zusammen und es schweißte die beiden zusammen. Und was wünscht sich eine Mutter mehr als wenn das Kind sagt: Mama, du bist die beste Mama der Welt. Und wenn man dann noch hört, das sie sagen: Die Mama ist die Stärkste. Dann bin ich schon überglücklich Und wenn sie sagen: Heute war der allerschönste Tag Hat man dann alles richtig gemacht? Kann man denn wirklich alles richtig machen? Oder was ist das Wichtigste? Was wünscht man sich vom Leben und sieht man, erkennt man, was man überhaupt hat? Oder sucht man nur das, was man nicht hat? Ein jeder Mensch sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit, nach Gesundheit und Zufriedenheit, Harmonie und Freude. Doch was tun wir dafür? Warten wir auf das Glück? Klopft es irgendwann an unsere Tür und sagt "Hallo hier bin ich" ? In meiner Jugend erlernte ich das Sprichwort: Jeder ist seines Glückes Schmied. Denen ich diesen Satz sagte, die Pech in ihrem Leben hatten, glaubten nicht daran. Sie glaubten nicht daran, das sie etwas an ihrem Schicksal ändern können. Sie glaubten nicht an sich selbst. Das sie es schaffen könnten, sich selbst glücklich zu machen. Doch wenn man es nicht selber schafft, wer schafft es dann Sind wirklich andere für unser Glück zuständig? Viele Jahre war ich sehr unglücklich und ich führte ein Leben was ich überhaupt nicht wollte. Ich dachte immer es würde an meinem Partner liegen, ich wartete auf eine Veränderung. Ich hoffte und betete das ich wieder lächeln könnte, das sich meine Träume erfüllen. Doch ich selbst tat nichts dafür. Ich wartete und wartete.... und wurde immer unglücklicher. Mein Lächeln war verloren und ich war nicht mehr der Mensch, der ich sein wollte, den ich mochte. Ich dachte, meine Glück würde nur von einer Person abhängen. Dann bekam ich einen Knoten in der Brust. 6 Monate später die Diagnose "Brustkrebs". Und plötzlich war ich glücklich! Schon verrückt! Wieso war ich glücklich? Glücklich über Krebs? Oder war es die "Veränderung" die mich glücklich machte. Ein neues Ziel, eine Aufgabe ?! Es ist unbeschreiblich, aber ich hatte plötzlich Bärenkräfte und meinen Humor wieder. Es war wie ein Zeichen Gottes, der mir sagte: Nun musst du was ändern!!! Ich lernte wieder, mich selbst zu fragen woran ich Freude habe, was ich vom Leben erwarte und was meine Aufgabe hier auf Erden ist. Welche Wünsche hatte ich, als ich 10 war und mir die Zukunft vorstellte. Was war mein Traum als ich den ersten Freund hatte ? Was wollte ich erreichen ? Unsichtbare Hände öffneten mir die Augen und zeigten mir, was ich habe. Mit der Zeit bekam ich eine neue Sichtweise und große Freude über Kleinigkeiten die ich im Alltag nicht mehr sehen konnte. Doch die größte Freude und Dankbarkeit verspührte ich ein Jahr später, als meine Lunge befallen war und man mir eine Prognose von einem halben Jahr Lebenszeit gab. Jeder Tag war ein Geschenk. Natürlich musste man durch Schmerzen und so manch eine Träne musste geweint werden, doch ich möchte diese Zeit nicht missen. Es war, als würde ich neu im Leben platziert. Als hätte man die alte Sandi, das Kind mit seinen Wünschen und Träumen, aus dem Himmel geholt und wieder fest auf den Boden der Erde gestellt. Ich erinnerte mich an die Werte die ich vermittelt bekam, an die Erlebnisse die mich prägten und fand meine alte Stärke wieder. Die Stärke von dem kleinen Mädchen mit den langen braunen Haaren. Das Mädchen was mit dem roten BMX unterwegs war, was kopfüber in die Brennessel gefallen war, was einen größeren Jungen von der Schaukel trat, weil der große Bruder schaukeln wollte, das kleine Mädchen was immer so bleiben wollte und Pippi Langstrumpf das größte Vorbild war Frei sein, glücklich sein... mehr wollte ich nicht!!! Ich fand mich im Körper einer Erwachsenen wieder, was mich schockierte, denn das wollte ich nie sein, erwachsen Noch immer will ich nicht erwachsen sein Doch ich muss. Dennoch habe ich das Konzept nur in besonderen Anlässen einen Erwachsenen zu spielen, meine Tarnung ist perfekt... ein dicker Frauenkörper mit gemalten Augenbrauen Aber innerlich die kleine Sandi die jeden vor das Schienenbein tritt, der nicht lieb ist Und wehe einer nimmt meinem großen Bruder das Fahrrad oder den Ball weg.... Ich glaube, der erste Schritt für mich wäre, alle Spiegel aus meiner Wohnung zu entfernen... hmm... nee... das reicht nicht... hmmm....... Ich muss mal ne Nacht drüber schlafen und neue Konzepte schmieden Also gute Nacht.

Sleep well in your Bettgestell

Neue Haarlänge = längste Stelle 5cm Freu
Fotografiert am 16.08.2012
Ein weiteres Foto ist unter "Neues Haar " zu finden



... aber wo bleiben die Locken???

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