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sandibalandi.de.tl - Tagebuch Nr.19


26.03.2012
Liebes Tagebuch !
Es gibt gar nicht viel zu schreiben.. hmm.. ausser das es mir gut geht. Ich geniesse die sonnigen Tage und nehme mir Zeit für mich und für meine Jungs

29.03.2012
Liebes Tagebuch!
Die letzte Chemo hab ich gut verpackt, sprich die von letzter Woche. Denn diese Woche waren die Werte im Keller und ich durfte keine Chemo bekommen ich freute mich riesig, denn Jaque hat morgen Geburtstag und somit geht es mir (dem entsprechend) gut und kann mit ihm und unseren Freuden und Verwandten den Tag geniessen. Ich bin zwar schlapp und muss alles langsam machen, doch ich habe keine Schmerzen und darf bei meinen Kindern zuhause sein, das ist die Hauptsache. Und nun heißt es weiter ---> vorbereiten für morgen Wir freuen uns schon alle riesig auf morgen. Jaque wird 5 Jahre alt

03.04.2012
meine..Tastatur..ist..kaputt...aber..bald..schreib..ich..wieder
...Keine..Sorge:mir..gehts..gut!!!

05.04.2012
Liebes Tagebuch!
Was ist das Beste um sich an eine neue Tastatur zu gewöhnen ?? Richtig! Tagebuch schreiben... ääähh..aber es ist keine Mac-Tastatur und es ist sooo anders... aber egal,Hauptsache mal wieder eine Leertaste .

Es ist wieder soviel passiert und zum ersten Mal weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll....

Vielleicht fange ich mit Jaque's Geburtstag an:
Am 29.03.2012 am Abend stellte ich fest "hey, du kannst ja trotz Lungenmetastasen die Ballons aufblasen ) " , das fand ich sehr gut und freute mich. Ich richtete alles bis spät Abends her, dekorierte die Geschenke und Ballons und konnte vor Rückenschmerzen am Ende kaum noch stehen. Typisch Sandi, sie muss es mal wieder übertreiben Mit dicken Augenringen ging ich also gegen Mitternacht ins Bett und schlief bei der Serie "Golden Girls" ein (die sind super ))) Ca. eine Stunde später kam Jaque wie am schlafwandern zu mir ins Bett. Er ging Gott sei dank an den Geschenken vorbei und kam direkt unter meine Decke Wenige Stunden später stand Julién auf. Er tippte mich an
und sagte: Hey, Mama... Jaque und ich haben besprochen: Der, der als erstes aufsteht, weckt den Anderen. Hmm... :/ dachte ich sagte: wieviel Uhr haben wir denn?
Er: ...äähm...so kurz vor sechs.
hmm.. :/ ich: na gut, das geht, dann wecke ihn ruhig
Er weckte ihn und er war sofort hellwach. Sie waren beide total süß und packten die Geschenke aus. Ich war noch total müde und schaute ganz ruhig zu. Sie fingen an zu spielen und ich ging zur Toilette, mein Kopf drehte sich nach rechts auf die Wanduhr und ich dachte: nein, da steht jetzt nicht 4.30Uhr ... nein ... ich dachte wirklich, wenn ich von der Toilette komme, sieht das anders aus. Denn die Augen sind auch öfters mal beeinträchtigt von der Chemo.. Nun gut, ich kam von der Toilette wieder, schaute auf die Uhr im Wohnzimmer "OMG" ... ging in die Küche "OMG" ... und ging zu den Kindern ins Kinderzimmer, und sagte entsetzt: JUNGS, wir haben halb fünf , es ist mitten in der Nacht ... ich schaute entsetzt und Jaque sagte ganz locker: Mama, ich sagte doch: Ich will in der Nacht aufstehen und meine Geschenke auspacken... Äääähhh... erstmal konnte ich nichts mehr sagen.. dann dachte ich: wie soll ich den Tag überstehen???? Also sagte ich: JUNGS, die Mama muss noch etwas schlafen wenn er heute eine Torte haben wollt. Also spielt ihr ganz ruhig und ich schlafe noch etwas.. Ok, Mama, sagten die beiden. Ich ging also völlig erschöpft und immer noch entsetzt wieder ins Bett. Machte die Augen zu und dachte noch immer: das ist jetzt nicht wahr! Es quietschte...quiiiiiiiietschhhhhhhh... Oh man, was ist das? Jaque bekam einen nostalgischen Bollerwagen von Steiff zum Geburtstag (unter anderem) und die Gabel dessen sollte mal geölt werden. Booooarrrr... nun gut, Sandi reg dich nicht auf, das hast du selbst gekauft ) Also versuchte ich in einem ruhigen Ton Jaque mitzuteilen, das er damit wieder im Kinderzimmer spielen sollte. Er sagte mir natürlich, total überzeugend: meine Tiere wollen in Julién's Zimmer gefahren werden. Ok... sagte ich: dann bleib eben damit in Julién's Zimmer damit die Mama noch etwas schlafen kann, denk an die Torte, sonst schaffe ich die heute nicht... Nein, Mama, die Torte ist wichtig!! Wir bleiben in Julién's Zimmer. Sagte er und ich dachte: Yessss, jetzt aber schnell Augen zu...  10 Minuten später... Sandi ist etwas eingedößt... Quiiiiiiiiiiiiietschhhhhh... Sandi: krrrrrrrrr.... Meine Augen öffneten sich und ich sehe das Gleiche wieder andersherum! Hmm... ich: Jaque .... (krrrr) was machst du??? Er, mit piepsiger und unschuldiger Stimme: Wir fahren wieder zurück und er lächelte und freute sich über den (WAHNSINNIG TOLLEN) Bollerwagen :/ krrrr.... hmm... Ok, ich verstand.. Schlaf ist völlig überbewertet. Steh auf Sandi, das bringt nix. Ich stand also auf, setzte mich mit Servietten,Schleifen und Süßigkeiten an den Tisch und packte 25 kleine Bonbon-Päckchen für den Kindergarten. Dann packte ich alles in ein schönes Körbchen und stellte fest, das die Kinder ganz ruhig mit Auto's am Spielen waren... aaaaalso, kam ich auf die Idee, es noch einmal mit etwas schlaf zu versuchen, denn wir hatten 6 Uhr. Ich schaute ein bisschen Nachrichten im TV und gegen 6.45Uhr fielen mir tatsächlich endlich die Augen zu... schlummer.. schlummer .. dann: Ding Ding.. erst leise.. dann lauter.. DING DING... boaaaaaaaaaar... mit Kopfschmerzen wachte ich nun durch das Telefon auf. Wer ruft nun um viertel nach sieben an??? Och, der Dirk, Jaque und Julién's Papa Ich drückte auf das grüne Knöpfchen und hörte ein fröhliches und schnelles: Guten Morgen! Ich, mit schwacher Stimme: Guten Morgen! OH,sagte er, geht es dir schlecht? Nein ,sagte ich, die Kinder laufen schon seit halb fünf hier rum und ich war gerade nochmal eingeschlafen. OH, sagte er, da hab ich ja ein Händchen für und ich glaube, er grinste am Telefon Dann sagte er ganz locker: Ich bin auch schon seit halb fünf unterwegs. Joar... toll... schön... für dich, dachte ich :/ Aaach, aber das bringt alles nix, ich steh dann mal auf. Doch erst nach dem dritten Kaffee kam ich so langsam in Fahrt und nachdem Jaque im Kindergarten feierte, fing ich an die Torte zu machen. Ich stand von 10 Uhr bis 14 Uhr in der Küche. Boden mixen und backen... spülen... Puddigschicht.. spülen... Sahneschicht... spülen... Marzipanschicht... Marzipan färben... spülen und Küche reinigen!!! Fix und fertig dachte ich um 14.30Uhr ich kann nicht mehr stehen und nicht mehr sitzen. Meine Mama sagte: Leg dich jetzt hin, ich decke den Tisch, du musst noch etwas schlafen. So richtig konnte ich nicht zur Ruhe kommen.. doch tatsächlich schlief ich irgendwann mal ein und kurz bevor die Familie kam, wachte ich durch die aufgeregten Kinder auf und machte mich schnell fertig. Doch ganz so anwesend war ich dann doch nicht )) Trotzdem war es schön und Jaque geniesste die Aufmerksamkeit an seinem Tag. Am nächsten Tag feierte er Kindergeburtstag und ich musste mich, sein Wunsch, als Pippi-Langstrumpf verkleiden.

So.. jetzt mach ich mal eine kleine Schreibpause und hole den Terrorkrümel, der langsam ein Terrorist wird, vom Kindergarten ab )) bis später.

Wie schön wäre es mal wieder die Haare so zu haben




06.04.2012
Liebes Tagebuch!
Es ist spät und eigentlich wollte ich zu Bett gehen, doch irgendwie, und obwohl ich schon Rückenschmerzen hab, dachte ich, ich schreib noch ein wenig Tagebuch. Zwar denke ich manchmal, ach was soll ich heute schreiben, doch dann läuft es irgendwie und ich schreibe einfach das was ich gerade so denke. Und oft fällt mir beim Schreiben auf, was ich die ganze Zeit verdränge . Ja ja, immer schön alles verdrängen. Ich merke ja nicht wenn ich die Dinge verdränge. Meistens merke ich es wenn meine Mama mich darauf anspricht, und oftmals könnte ich ihr dafür den Hals umdrehen (ein Scherz natürlich), denn dann weiß ich von dem Schmerz oder dem Problem was ich erfolgreich verdrängt hatte. Ich weiß zwar, das es besser ist zu verarbeiten, drüber zu denken oder zu weinen, doch tief in meinem Inneren will ich das doch gar nicht. Ich sag mir im Unterbewußtsein: Es ist alles gut! Und so ist es dann für mich. Und weiter gehts. Ich weiß ja, wie es wirklich ist, doch es von anderen dann zu hören, die sagen: Es ist alles schwer und für dich am meisten. Niemand weiß, wie du dich fühlst. Für uns ist es schwer das mit anzusehen... etc. Ja ja ja... aber ich denke, es wird schwerer für mich, wenn alle einen bemitleiden. Ich höre lieber und kann auch besser damit umgehen, wenn jemand sagt: du schaffst das. Oder: Wir schaffen das. Es heißt ja nicht, man wäre dann nicht realistisch, doch man ist dann optimistisch und das ist besser als sich runterzuziehen.

Im Chemozentrum werden es wieder mehr und mehr. Das neue Jahr ist im vollen Gange und es gibt viele neue Gesichter und neue Schicksale Und wieder heißt es: Kopf hoch.. und oben halten. Mittlerweile hab ich mich auch an die neue Chemo gewöhnt, die "Hau-das-Blut-kaputt-Chemo", die "mach-die-Leukos-und-Thrombos-runter-Chemo" (Carboplatin/Gemcitabine) Aber auch das schaffe ich. Und noch besser im Frühling in den Sommer gehend. Bei Licht und Sonne und angenehmen Temperaturen ist doch alles einfacher.

Toll ist auch die Erfahrung zu machen, einen Antrag stellen zu müssen auf eine Erwerbsunfähigkeits-Rente.. dann zu lesen, das diese abgelehnt wird... Im ersten Augenblick dachte ich, spinnen die, wovon lebe ich jetzt?? Muss ich arbeiten gehen, trotz Chemo... trotz dieser Diagnose??? Haa... dann habe ich es erneut und in Ruhe nocheinmal durchgelesen. Jetzt muss ich einen Antrag auf Rente stellen. Denn bei dieser Diagnose bleibt man den Rest seines Lebens erwerbsunfähig!!! Es las sich schon wieder wie ein Stempel auf der Stirn. Buff "Sie machen nich mehr lang" Buff "sie meinen doch nicht, das sie je wieder arbeiten können" Buff.... Ich weiß, wie sollten diese Behörden den Menschen hinter diesem Schriftstück sehen? Und wie sollten die Ärzte bei den vielen Patienten noch menschlich sein, wie sollten sie dabei noch die Frage stellen können: Wie geht es ihnen eigentlich? Dafür ist nicht die Zeit. Und auch das Personal ist einfach viel zu wenig. Man kann manchmal froh sein, das bei der Masse, nicht die Chemo vertauscht wird. Und passiert ist das auch schon, Gott sei dank wurde das immer noch rechtzeitig entdeckt, weil die Patientinnen noch aufpassten... doch eigentlich, gerade beim Thema Krebs und Chemo müsste mehr Personal dasein. Irgendwann wenn sie anbauen müssen, wenn die Patienten nicht mehr in die Räume passen, kommt sicher auch mehr Personal. Und es werden mehr! Immer mehr. Ich höre es von allen Seiten. Und die Frauen, aber auch Männer, werden immer jünger Es ist wie eine Pest. Und alle fragen sich, warum ist das so? Die Umwelt? Unser Essen? Die Gene? Oder hat es mit Glück und Pech zutun? Ich denke es gibt viele Faktoren, doch keine Antwort. Und jeder hat sein Schicksal. Für mich ist es das, für den anderen ist es etwas anderes. Und für jeden gibt es die Vorstellung von etwas noch schlimmeren. Zumindest kann ich das von mir behaupten. Denn für mich wäre es viel schlimmer, wenn meine Kinder krank wären, oder meine Mama, meine Geschwister,Cousinen,Tante etc. Mittlerweile höre ich immer öfter wie sich meine Schwester oder meine Mama fühlt. Oder wie sehr mein Bruder um mich weinte, als ich im Krankenhaus lag. Lange konnten sie ihre Gefühle vor mir verbergen und wollten stark sein, und wie stark sie sind!!! Sie haben meinen vollen Respekt. Ich wüsste nicht ob ich immer so stark sein könnte, an ihrer Stelle. Meine Mama stand mir letztens so stark gegenüber, wahnsinn, sie brachte mich zum weinen... was sonst kaum einer schafft und dann sagte sie: Wenn wir in den Himmel kommen, tragen wir alle goldene Kronen. Doch einige tragen welche mit ganz vielen Diamanten. Und die Diamanten stehen für die vielen Tränen aus ihrem Leben. Du wirst eine mit Diamanten tragen, für all die Tränen, die du in dir vergossen hast. Denn kaum welche hast du raus gelassen. Natürlich musste ich nach diesen Sätzen nochmehr weinen .......

und jetzt zerbricht mein Rücken wirlklich. Ich muss ins Bett. Bis morgen :*
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