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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 31-4


30.08.2012
Liebes Tagebuch!
Mein Tag begann wieder einmal sehr freudig Denn heute war es endlich soweit, der Tag wo ich lange drauf gewartet hab... Heute hatte ich endlich mein Abschlußgespräch mit dem Oberarzt. Das Gespräch was andere Patienten nach erfolgreicher Chemotherapie haben. Das was ich 2010 nicht hatte. Ich wurde mit nicht so schönen Sätzen entlassen. Nach meiner ersten Chemo hörte ich von der Senologie mit besorgten Blicken: " Tja, die stärkste Chemo hat bei ihnen nicht angeschlagen. Trotz dieser Chemo (TAC) war der größte Tumor 5cm und von 27 entnommenen Lymphen waren 12 befallen. Aber durch die OP sind sie jetzt krebsfrei und wir hoffen das die Bestrahlung noch die letzten Zellen trifft."  Jooooar.. tolle Worte zur Entlassung... das macht Mut, oder? Dann ging ich zur Bestrahlung. Dort sagte der Arzt als erstes: "Was machen sie hier" Ich: zur Bestrahlung kommen. Der Arzt: "Hätten sie nicht 30 Jahre später kommen können? Meine Patientinnen sind sonst über 60..." Nachdem er mir die Bestrahlung erklärt hatte, schaute er auf meinen Befund und sagte: "Hmm... sie haben eine Überlebungschance von 1 zu 3. Da ihre Lymphen noch befallen waren, können sie nochmal 15% abziehen." Huch, schon wieder so nette und aufbauende Worte.. Andere hatten ihr Abschlussgespräch mit dem Oberarzt und hörten: Wir können sie heute als geheilt entlassen. Alles Gute. Tja, vergeblich wartete ich auf so ein Gespräch... Doch heute war es soweit. Heute um 9.20Uhr. Freudestrahlend ging ich im Laufschritt ins Chemozentrum. Von dort aus wurde ich mit meiner sehr dicken Akte zum Büro des Oberarztes geschickt. Im Wartebereich saß ich nun und grinste bis über beide Ohren, meine Wangen hatten schon fast Krämpfe... Dann hörte ich schon von weitem die Stimme des Arztes und meine Füße fingen an zu hibbeln... Und dann stand er plötzlich neben mir, streckte die Arme aus, lächelte und sagte: Frau Ruppi Kommen sie mit. Als wir uns in seinem Büro gegenüber saßen fragte er erstmal wie es mir geht und dann sagte er: Was kann ich für sie tun? Hmm.. er wusste gar nicht warum ich da war Ich habe heute mein Abschlussgespräch!!!! Er schaute verdutzt und schmunzelte: Achso, ihr Abschlussgespräch Ja, sagte ich: MEIN ABSCHLUSSGESPRÄCH!!!! Ich hatte noch nie eins, und nach 2,5 Jahren will ich jetzt eins! Er grinste und schaute in die Akte. "Tja, was ist zu sagen.. Zu sagen wäre, das wir das beste Ergebniss erreicht haben, was man mit Chemotherapie erreichen kann. Jetzt bauen SIE nicht wieder Mist." omg ... Ich...??? Wir sprachen über die anstehende Brust-OP, die Gewichtszunahme, die Ernährung, den Sport, die Tabletten etc. Dann schauten wir uns nochmal ein Röntgenbild meiner Lunge vom Juni 2011 an. Zu diesem Zeitpunkt war ich eine Woche im Krankenhaus wegen Herz-Rhytmus-Störungen. 4 Wochen später wurden die Lungenmetastasen durch das erste CT entdeckt. Und meine Frage war, ob man es hätte nicht schon auf dem Röntgenbild hätte sehen können? Nein, man hat und hätte es nicht gesehen... Danach schauten wir nochmal alle Bilder an, jedes CT was gemacht wurde, jeder Erfolg und jeder Rückschlag wurde mir nochmal gezeigt. Meine Lunge in 3D Optik, mal mit vielen Metastasen, mal weniger und am Ende gar keine mehr Und als wir uns den Rückschlag im Februar ansahen, sagte er dabei: Und da hatten sie dann Scheiße gebaut! Oh.. das er sich mal so ausdrücken würde, hätte ich auch nicht gedacht.. Nach einer Weile verabschiedeten wir uns und im Rausgehen sagte er noch: Und jetzt keine Scheiße mehr bauen Frau Ruppi, ich will sie hier nicht so schnell wiedersehen....

So konnte ich dann beruhigt und mit einem Lächeln meine Akte wieder zurück ins Chemozentrum bringen, wo sie hoffentlich bald verstaubt und sie nach Jahren feststellen, das diese Akte in den Keller gehört!

03.09.2012
Liebes Tagebuch!
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen keinen Alkohol mehr zu trinken.. doch es gibt Tage, wo man sich einen genehmigen muss leider. Es ist schon echt komisch. Vorher, als ich krank war, ja.. da hatte ich wirklich ein Problem.. na ja, nennt man das ein Problem oder eher Schicksalsschlag, oder Kreuz? Ich weiß nicht wie ich es nennen soll, doch das denken und leben ist dann schon sehr anders. Lange Zeit habe ich jeden Tag mit dem Gedanken und dem Wunsch gelebt einfach nur gesund zu werden. Ich steuerte jeden Tag auf dieses Wunder zu... Nun wo ich es geschafft habe und mich gut fühle, die Therapie ein Ende hat, läuft der ganz normale Alltag wieder. Diesen normalen Alltag hatte ich mir sehr gewünscht, vor allen Dingen für die Kinder. Und ich muss sagen, wir geniessen diesen Alltag sehr. Zusammen zu Essen, aufzuräumen, zu reden, im Garten zu sein oder das Auto sauber zu machen... egal was, wir geniessen es das ich gesund bin. Meine Kinder hängen nun mehr denn je an mir. Julién fragte mich gestern: Mama, wann fahren wir denn zur Kur? Und ich sagte: Ich weiß es noch nicht, ich überlege ob ich alleine fahre und ihr weiter zur Schule und Kindergarten geht, oder wir zusammen fahren... Und er schaute erschrocken das ich überlegt habe alleine zu fahren und sagte: Nein Mama, wir wollen nicht mehr ohne dich sein Diese Worte hatte ich nicht erwartet, aber sie freuten mich und gleichzeitig zeigten sie mir, was sie die letzten Monate und Jahre er- und durchlebt haben. Das Leben ist nun ein ganz anderes. Und in vielen Situationen, gerade in ganz normalen Dingen, denke ich oft: Hey, wie sehr hast du dir das gewünscht?! Und es ist einfach wundervoll die Antwort "Ja,mach ich" zu geben. Denn oft musste ich zu den Kindern sagen: Nein, das schaffe ich nicht, der Mama geht es nicht gut... Und immerwieder schaute ich in ihre traurigen Gesichter. Nun kann ich aufspringen und sagen: Ja, auf gehts in den Wald Und wenn ich jetzt diese Worte schreibe, war es eigentlich etwas ganz anderes, was ich schreiben wollte. Denn wie so oft, fange ich an zu schreiben und es kommt was anderes dabei raus, als wie ich geplant hatte. Automatisch werden die Dinge, die mich eigentlich eben noch geärgert haben, die mich traurig machten, in den Hintergrund gerückt. Denn ich mache mir selbst wieder bewusst, was ich eigentlich für ein Glück habe, weil mein größter Wunsch erfüllt wurde. Und auch wenn ich gerade in einer traurigen Lage stecke, ich weiß, das oft solche Dinge passieren und man sich fragt "warum jetzt? warum das?" Wie oft wartete man so sehr auf Hilfe und kam mit seinen Gedanken nicht weiter. Drehte sich im Kreis und fand keinen Ausweg. Man lag wach und suchte eine Lösung. Dabei liegt es manchmal nicht einmal in der eigenen Hand etwas zu ändern... und manchmal liegt es nur in der eigenen Hand es zu ändern. Aber man kann es einer Person immer sagen und sie hört immer zu... Wieso kam ich nicht früher darauf? Als Kind hab ich mich zu jeder Zeit hingekniet oder da wo ich war einfach die Hände gefaltet, die Augen geschlossen und es ihm gesagt. Es war so einfach zu beten. Und wie ist es jetzt? Warum tue ich es nicht? Für mich ist es jetzt unmöglich etwas zu ändern, doch aber nicht für den lieben Gott! Warum bitte ich ihn nicht darum? Für ihn ist ALLES MÖGLICH!!!!
Und dann lenkt er alles. Doch wir müssen die Schritte tun, damit er lenken kann... Also immer mutig vorwärts was auch kommen mag....

04.09.2012
Liebes Tagebuch!
.. und Gott sei dank hat sich das Problem gelöst, und das auch noch so schnell das hätte ich nicht gedacht. Ich weinte mich in den Schlaf und als ich heute erwachte, musste ich wieder weinen... Nachdem ich gestern Abend gebetet hatte und gedacht habe, das ich sicherlich Monate auf eine Änderung oder Besserung warten müsste, erledigte sich das Problem heute Nachmittag ganz plötzlich Schon wahnsinn wie sich manche Dinge so entwickeln )) Danke lieber Gott



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