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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 75


10.05.2014 Liebes Tagebuch! ... gerade brennen meine Augen, die Nase ist zu und mein Herz brennt. Ich war heute auf dem Geburtstag meiner Cousine. Zum ersten Mal sah ich ihre Eigentumswohnung. Das was sie sich mit ihrem lieben Mann bis jetzt aufbebaut hat. Das was sie sich im Herzen und inneren aufgebaut hat, weiß ich, denn sie strahlt es immerwieder aus wenn ich sie sehe oder ich nur mit ihr spreche. Wir hatten immer eine besondere Verbindung. Es gab eine Zeit, da hatten wir große Pläne zusammen und erfreuten uns unendlich an unserern Träumen. Wir fingen 2010 den Führerschein zusammen an und hatten den Plan danach zusammen nach Frankreich zu fahren, ja ich weiß, schon wieder Frankreich, aber das ist eben das Land unserer Kindheit. Wir träumten davon die Freiheit zu geniessen. Keiner würde uns sagen was wir zutun haben, losfahren wann WIR es wollen, weiterfahren wann WIR es wollen, ins Bett zu gehen wann WIR es wollen Nur Freude, Spass, verrücktes tun, durch die Nächte zu ziehn und zusammen unsere Freiheit zu geniessen. Es war ein großer Traum von uns der so zum Greifen nah war. Und dann geschah das unfassbare. Niemand hätte gedacht, das wir unseren Traum nicht leben können. Ich wurde schwanger. Niemals rechnete ich damit. Ich verhütete wie ich über Jahre verhütete und hab mich total auf diese kleine Pille verlassen. Doch der liebe Gott hatte es anders vor. Wie sehr ich mein Kind JETZT auch liebe, damals war es ein großer Schock der all meine Träume zerstörte. Ich der freiheitsliebende Mensch der auswandern wollte, frei sein wollte... vielleicht bin ich deshalb nicht im Stande eine Beziehung zu führen... ich muss immer FREI sein, wie ein Vogel. Deshalb geht es mir auch soooo GUT alleine, ohne einen Partner. Ich brauche nur meine Jungs, das ist mein Sauerstoff, mein Lebensellexier, meine Hoffnung, mein Ziel und meine Träume. Vorher zählte nur man selbst, dann bekommt man Kinder und es scheint, nur SIE zählen. Nur für sie wurde man geboren und exestiert nur für sie. Und schwupps, voll vom Thema abgekommen... Warum ich eigentlich hier sitze und weine ist meine Cousine. Weil ich sie so sehr liebe. Denn beim Geburtstag meiner geliebten Schwester (wir haben uns natürlich nach wenigen Stunden weider vertragen, weil wir es ohne einander und mit Streit gar nicht aushalten können) unterhielten wir uns über meine Cousine, mit ihr zusammen, das sie mal eine Zyste in der Brust hatte. Sie behielt es fast für sich alleine und wollte niemanden beunruhigen. Gott sei dank stellte sich heraus, das diese Zyste gutartig war und sie wurde entfernt. Mir sagte es meine Mutter als das Ergebnis fest stand das alles gut war. Ich fuhr gerade Auto und sie erzählte es mir am Telefon. Ich stellte mir vor, wie es wäre wenn sie nun auch Brustkrebs hätte, ich fing dermaßen an zu weinen, das ich rechts ran fahren musste, ich schluchzte so sehr. Es war so ein verdammter Schmerz in meinem Herzen das ich erkannte, ich würde es nicht ertragen, wenn ein Mensch den ich so sehr liebe, nun krank werden würde und so leiden müsste. Ich weinte und schrie im Auto, es reißte mir beinahe das Herz raus, ich schluchzte so sehr das ich irgendwann zu mir kommen musste und mir laut sagen musste "es ist alles in Ordnung Sandi, deine Süße hat nichts und all deine anderen Lieben sind auch gesund!" Ich musste mich selbst innerlich rütteln um das Weinen aufzuhören, und noch immer ist es so, wenn ich mir nur vorstelle, sie, oder einer meiner anderen Cousinen oder meine Schwester, halt irgendeiner meiner Lieben hätte diesen verdammten Krebs, ich würde es nicht aushalten können. Ich weiß nicht, wie sie es aushalten! Dann bin ich auch noch so krass und mache Witze über mein "Abnippeln" mein "ins Gras beißen" und lache dann laut darüber... Einmal machte ich einen, für mich, "Witz", wir sprachen über einen Geburtstag in entfernter Zukunft von mir... ich sagte, "wenn ich das noch erlebe..." meine kleine Cousine sprang weinend auf und ich wusste nicht das es ihr so nahe gehen würde. Ihr Mann sagte böse zu mir "das kannst du mit meiner Frau nicht machen" . Ich war erschrocken darüber was ich mit so wenigen Worten angerichtet hatte. Nun weiß ich es. Nur die Vorstellung das sie krank werden könnten macht mich kaputt, wie ist dann dir Vorstellung für sie, das ich sterben könnte.... ich will es mir lieber nicht ausmalen. Ich habe so oft mit dem Tod und dem Leiden zutun, das ich oft einen schwarzen Humor entwickel, der mir nahestehende vielleicht umhaut. Auch daraus muss ich lernen. Lernen sensibler mit diesem Thema umzugehen. Vielleicht kommt es dadurch, das man ständig hört " sie müssen sterben" , "sie wissen was es bedeutet Metastasen zu haben", "haben sie schon alles abgeklärt?" ... noch immer verstehe ich diese Ärzte und Menschen nicht, die soetwas sagen. Wir, wir krebskranken wissen ganz genau was wir da haben. Wir wissen was für Fehler unser Körper da macht. Und wir würden uns wirklich wünschen, das unser Körper so funktionieren würde wie euer Körper. Das er so wie früher das böse in uns erkennt und tötet. Das die Gesundheitspolizei auf zack wäre und sofort alles kaputt macht, was da nicht hingehört. Früher dachte man nicht darüber nach, was da eigentlich im Körper so vor sich geht. Vielleicht ging man auch mal schlecht mit seinem Körper um. Rauchte, trank viel Alkohol und ernährte sich nicht gerade gesund, gab dem Körper wenig Schlaf weil man das Leben so richtig auskosten wolllte. Diese Phase hatte wohl jeder von uns mal. Und ich glaube es ist auch sehr wichtig das man diese Phase mal hat. Bei dem einen dauert diese Phase sehr lange an, der andere braucht nur wenig davon und möchte schnell ernsthaft und erwachsen werden... die hauptsache ist doch wohl, das wir unserem Körper genug gutes zuführen, das unsere Gesundheitspolizei weiter funktionieren kann. Und trotzdem, es gibt einfach Körper, die wurden viel und gut bewegt, die Seele gepflegt und der Körper gut ernährt, und er wird krank. Schwer krank. Kinder, sogar Baby`s bekommen Krebs. Oder bekommen andere schwere Krankheiten. Werden wir den Grund irgendwann herausfinden? Wir Menschen die wir es schafften schon zum Mond zu fliegen? Werden wir den Grund finden, und noch besser, die Lösung oder ein Mittel dafür? Nein!!!! Das werden wir nicht. Es gibt auf manche Fragen keine Antwort, machen wir uns nichts vor. Ist es denn überhaupt der Sinn des Lebens, das Leben zu verstehen? Sollen wir es schon hier verstehen oder erst in dem Moment wenn wir diese Welt hier verlassen und uns auf eine Reise begeben, auf der wir alle irgendwann gehen werden, die uns die Antworten gibt, nach denen wir uns jetzt schon manchmal so sehnen? Aber wäre es einfacher jetzt schon die Antworten zu haben? Würde eine Mutter es jetzt schon verstehen, das sie ihr Kind viel zu früh abgeben musste, oder es nicht leben durfte? Das wird eine Mutter hier nie verstehn! Das können wir hier nicht verstehen und wir wollen es auch gar nicht. Denn wie soll man so eine Ungerechtigkeit auch verstehen? Ich fuhr gestern mit meinem Bruder zusammen im Auto auf der Autobahn. Am Flughafen vorbei. Ich schaute zu den Flugzeugen und stellte mir nur vor, ich würde in einem sitzen. Im Moment ein Traum, wonach sich mein Körper und meine Seele sehr sehnt. Am Flughafen zu stehen, Flugticket in der Hand, ins Flugzeug steigen und dem Alltag entfliehen. Aus dem Fenster zu schauen und das Gefühl zu haben, ich fliege nun in eine andere Welt, dort denke ich an keine Krankheit, an keine Schmerzen und kann mal nur ausruhn und Sonne genießen, das Schöne vom Leben mal wieder zu sehen. Eigentlich müsste Chemopatienten, oder überhaupt kranke Menschen sowas auf Rezept bekommen. So das sie nicht vergessen, was das Leben für sie bereit hält, zu sehen wofür es sich lohnt zu kämpfen. Denn wenn ein Mensch nur im Bett liegt, mit Schmerzen, nichts mehr selber kann, nur wenig vom Leben oder dem eigentlich schönem mitbekommt, wie soll er das Ziel denn noch sehen? Dann kann der Gedanke schnell kommen "ist sterben denn nicht einfacher?". Und so darf man einfach nicht denken, aber ich verstehe wenn man so denkt, denn wenn man nichts schönes mehr erlebt, nur Schmerzen hat und sogar von Schmerzen träumt, jeder Tag nur ein einziger Kampf ist, wo kommt dann noch Hoffnung her? Ich kann aus so winzigkleinen Dingen so viel Kraft schöpfen, da bin ich sehr dankbar drüber. Ich sehe das Lächeln meiner Kinder und mein Herz geht auf. Ich erlebe wie heute schöne Stunden im Familienkreis und weiß, es hätte anders sein können... ich denke oft an meine Hirn-OP und wie sie hätte anders enden können. Es hätte ganz anders werden können. Genauso hätten die Ärzte Recht haben können, und ich wäre spätestens im Februar 2012 gestorben. Doch nicht sie, sondern ich hatte Recht Sie betsimmen eben nicht, sondern jemand anders hat die Fäden in der Hand. Und als ich so im Auto mit meinem Bruder saß, schaute ich zu den Wolken und wünschte, ich würde nun im Flugzeug sitzen. Alle Sorgen vergessen und lächeln. Alleine die Vorstellung brachte mich zum weinen. Gott sei dank sah mein Bruder meine Tränen nicht, weil er sehr auf den Verkehr konzentriert war. Ich dachte über das Leben nach. Das was ich all schönes schon erlebt habe, und das ich vieles meinen Eltern zu verdanken hab. Ich würde all das so gerne meinen Kindern auch schenken, doch ich kann es nicht, stattdessen müssen sie Sorgen haben, die ich als Kind nicht ansatzweise kannte. Umso schöner ist es, wenn ich sehe, trotzdem haben sie Freude, können lachen und sagen auch "wir haben die beste Mama der Welt". Anders könnte ich es auch nicht ertragen. Ich frag mich zwar oft, wie können sie sowas sagen, ich kann gar nicht richtig für sie dasein? Doch wenn ich es geschafft habe, selbst zu kochen, wir gemeinsam am Tisch sitzen wie andere Familien auch, und sie mit strahlenden Augen sagen "bitte Mama, erzähl noch was aus deiner Kindheit, das ist immer so lustig und schön", ich dann erzähle und sie sich kaputt lachen und ich in ihren Augen sehe, wie sehr sie diese Minuten geniessen, dann gibt es mir wieder neue Kraft für die nächste Hürde, denn es zeigt mir für wen und für was ich das alles aushalte und kämpfe. Und jeden Tag, es vergeht kein Tag wo ich nicht an meine Daggi denke, denke ich an ihre Worte und was sie von mir erwarten würde. Ihr Leiden hatte vor knapp einem Jahr hier ein Ende, nach langem Kampf. Und über die, die nicht so lange leiden mussten, bin ich dankbar, das sie schnell auf die Reise in eine Welt ohne Schmerzen gingen. Wir die hinterbliebenen haben es schwer. Die Lücke die sie hier hinterlassen ist nicht mehr zu füllen und man denkt Anfangs, man könnte nie wieder lachen oder Freude erleben, nicht so wie es mal war.... und trotzdem stimmt der Spruch "Das Leben geht weiter" . Es ist gut das es so ist, denn sonst wäre es wohl nicht auszuhalten. Man muss weitermachen, das Leben muss weitergehen, für die Kinder. Ihnen müssen wir noch soviel mitgeben, sodas sie irgendwann ohne uns sein können, weil wir meistens früher gehen als sie. Es gibt Menschen, die sehnen sich danach diese Welt zu verlassen, weil sie den Schmerz nicht mehr ertragen. Doch oft ist es der Gedanke an ihre Lieben, der sie am Leben hält. Den Schmerz den man anderen damit zufügen würde, wenn man aufgeben würde... Ich bin froh das ich nie ans Aufgeben denke, doch ich verstehe die Menschen die sagen "ich will nicht mehr". Eine Patientin sagte vor kurzem zu mir "ich will ja leben, aber nicht um jeden Preis". Sie leidet auch schon viele Jahre, und sie leidet auch sehr unter dem Haarverlust und den Nebenwirkungen der Chemo, und als ob das nicht genug ist, hat sie noch nen blöden Mann, der ihr das Leben dazu auch noch schwer macht. Keine Freunde und keine Familie. Ich wollte sie nach der Blutabnahme gar nicht alleine lassen als sie mir ihr Leid klagte. Ich hatte zwar eigentlich keine Zeit und musste zu meinem Taxi, aber ich konnte sie einfach nicht alleine lassen und wartete mit ihr auf den Arzt. Und in solch Momenten sehe ich, was ich alles haben darf. Freunde, eine Gemeinde und eine Familie die bombenfest hinter mir steht. Und dann frag ich mich, wie schafft diese Frau es ohne das alles? Unfassbar. Es kann nicht jeder glauben das es ein Leben nach dem Tod gibt. Nicht viele Menschen glauben noch an Gott oder die Bibel. Ich bin sehr dankbar dafür das ich meinen starken Glauben habe. Und egal wie oft ich Dokumentationen über den Urknall sehe, ich glaube weiter, denn wo kommt denn der Urknall her? Es ist "bewiesen" das die Welt durch einen Urknall enstand, denn der Mensch will Beweise und Fakten. Man kann ja gerne an den Urknall glauben, doch woher kam dieser denn? Wer fragt sich nicht nach dem Sinn des Lebens? Wofür ist diese Zeit hier? Warum wird man geboren, wenn man doch eh irgendwann stirbt ? Und manche soooo früh Ich schaute in den letzten Wochen interessante Filme die zum Nachdenken anregten. Einmal schaute ich "In time" ein Film mit dem Sänger Justin Timberlake. Eine sehr gute Geschichte. Dort sah die Welt so aus, das in einem gewissen Alter, ich glaube es war mit Mitte 20, eine tickende Uhr auf dem Arm erscheinte. Angefangen mit einer Zeit von einem Jahr, glaub ich mich zu erinnern. Man konnte diese Zeit, die Lebenszeit war, verlängern durch Arbeit, aber man musste auch eine Busfahrt oder Essen, eben alles, mit Lebenszeit bezahlen. Die Banken waren nicht voller Geld, sondern voller Lebenszeit. Es gab Bereiche wo die Armen lebten, mit nur wenig Lebenszeit, die meisten hatten nur 20 oder 10 Stunden auf ihrem Arm stehen. Man konnte einem anderen Zeit von sich geben, wenn seine Zeit knapp wurde, natürlich wurde dort auch Lebenszeit gestohlen. In diesem Armen-Viertel lebte er und kämpfte jeden Tag ums überleben. Eines Abends hatte er sich mit seiner Mutter verabredet an einer Bushaltestelle. Sie hatte nur noch 1,50 Stunde Lebenszeit auf dem Arm stehen. Sie wollte mit dem Bus zum Treffpunkt fahren. Einen Tag vorher kostete die Fahrt eine Stunde Lebenszeit, nun aber sagte der Busfahrer, "das macht 2 Stunden", sie sagte " soviel hab ich nicht mehr. Mein Sohn wird die Differenz am Ziel bezahlen. Wenn ich laufe, dauert es zwei Stunden und ich schaffe es nicht" , der Busfahrer hatte kein Mitleid und sagte nur "dann müssen sich sich aber beeilen". Sie rannte, Buchstäblich um ihr Leben. Ihr Sohn wartete an der Bushaltestelle mit Blumen auf sie, denn er hatte in der Zwischenzeit über 100 Jahre Lebenszeit von einem reichen geschenkt bekommen und hatte nun die Hoffnung mit seiner geliebten Mutter ein neues Leben anfangen zu können. Der Bus kam und sie war nicht im Bus, er machte sich gleich Sorgen und rannte ihr entgegen. Er wusste das ihre Zeit knapp war und er hoffte, ihren Arm rechtzeitig mit seinem zu verbinden, um ihr neue Lebenszeit geben zu können. Sie rannten sich also entgegen und nur ein Schritt vor ihm hörte ihr Herz auf zu schlagen. Sie starb in seinen Armen. Nun hatte er über 100 Jahre Lebenszeit und seine Mutter hatte gerade ihre letzten Sekunden verloren. Er machte sich auf in ein Reichen-Viertel, eine ganz andere Welt. Doch es gab auch eine Zeitpolizei die ihm folgte, denn warum hatte ein Armer nun plötzlich die Zeit um zu den reichen zu reisen und dort zu leben? Für die Zeitpolizei sah es wie Mord, bzw Diebstahl aus. Der Film fesselte mich und noch oft muss ich an diese Geschichte denken. Wie wichtig die Zeit ist. Womit verbringen wir unsere Zeit? Wenn ein jeder von uns über seine Zeit bescheit wissen würde, wie würden wir dann leben? Würden wir mehr oder weniger für die Zukunft vorbereiten? Und wenn es nun hier wie eine Prüfung ist, und wir hier nur diese Prüfung bestehen müssen, um dann in der neuen Welt ewig gut leben zu können, wie würden wir uns dann hier verhalten? Was für ein System hättest du, wenn du diese Welt erschaffen hättest? Wären wir so dumm gewesen, und hätten jedem Menschen die Lebenszeit wie eine Uhr auf den Arm gesetzt? Würdest du einen Baum pflanzen, wenn du jeden Tag drum kämpfen müsstest, das du den nächsten überhaupt erleben kannst? Womit verbringst du deine Zeit, wenn du nur noch wenig hast? Es ist gut das wir nicht wissen, wann das Ende kommt. Wir kranken haben das Gefühl, das unsere Uhr schon tickt, und machen uns jeden Tag Gedanken über das Leben und die andere Seite. Die gesunden leben meist unbeschwert, denken nicht viel über das Leben nach, denn es scheint ja nicht in Gefahr zu sein..... Und plötzlich kommt dann ein Schicksalsschlag. Ein junger Familienvater verunglückt mit dem Motorrad und die junge Frau steht mit ihrem Baby plötzlich allein da. Sie waren frisch verheiratet, überglücklich über ihr Baby was gerade geboren wurde, der Mann wollte nur eine Spritztour mit dem Motorrad machen und wird von einem LKW erfasst und ist sofort tot. Damit hätte niemand gerechnet. Ein gesunder und glücklicher Mensch, wo es schien das er lange leben würde, plötzlich tot. Weg. Einfach nicht mehr da. Wir können ihn nicht mehr anrufen, ihm nicht mehr sagen, wie froh man war, das es ihn gab.... Doch er war glücklich bis zum Schluss, das war das, was ich in diesem Moment dachte. Doch wie geht er in die andere Welt? Wird er sofort sagen "warum ist das passiert? Wieso kann ich nicht bei meinem Kind und meiner Frau bleiben? Das ist ungerecht" , wird die neue Welt dann für ihn gerecht werden? Es gibt unendlich viele Fragen worauf wir hier keine Antwort bekommen. Doch ich glaube an die Gerechtigkeit. Wir erleben sie vielleicht nicht hier und jetzt, aber sie wir werden sie erleben. Aber wie wird die Gerechtigkeit dann für dich aussehen? Wie sollte sie für dich aussehen? Hast du das Glück verdient? Wieviele verbitterte Menschen gibt es, die denken, sie hätten mehr Glück und Gerechtigkeit verdient? Denkst du auch, wo bleibt das Glück für mich? Hast du denn wirklich kein Glück? Was ist Glück für dich? Ist es viel Geld? Familie? Freunde? Eine Partnerschaft? Gesundheit? Kannst du etwas davon beeinflussen? Ich glaube wir können schon viel beeinflussen, doch natürlich gibt es wichtiges was wir machmal nicht beeinflussen können, wie die Gesundheit. Auch wenn wir Millionen auf dem Konto haben, wenn wir dann eine schwere Krankheit haben, können wir uns keine Gesundheit kaufen. Aber können wir etwas dafür tun, das wir Freunde haben, Familie? Wie gehen wir mit Menschen um, wie gehen wir mit Menschen um die uns böses wollen, wollen wir automatisch auch etwas böses für sie? Fragen wir uns warum der Mensch so ist wie er ist? Die Menschen die unter mir wohnen haben viel Traurigkeit , Hass und Wut in sich. Ich kann es nicht aushalten noch länger hier zu wohnen, denn jeden Tag diesen Hass zu spüren, und jeden Tag zu denken "gleich bringen sie sich um", das halte ich nicht aus. Und ich kann so oft meine Wohnung wegen meinem körperlichen Zustand nicht verlassen, damit ich mir diese Aggressionen und das Geschrei nicht anhören muss... dazu ist es zu wichtig wenn man so krank ist, das man Frieden und Ruhe hat. Deshalb ziehe ich in weniger als drei Monaten aus. Ich könnte nun wütend auf diese Menschen sein, doch sie sind so arm. Arm an Liebe und Frieden. Sie müssen ein schreckliches Leben haben. Von seinem Partner so gehasst zu werden, muss entsetzlich sein. Seine Kinder so beschimpfen zu müssen und keinen Ausweg zu sehen, sie so zu bestrafen, jeder Tag muss ein Horror für sie sein. Doch ich kann es nicht ändern. Aber ich kann für meinen Frieden und für meine Kinder etwas tun, ich kann ausziehn. Auch wenn das mit viel Kraft und auch Geld zutun hat, wovon wenig da ist, werde ich es schaffen, denn alles andere wäre schlimmer aushalten zu müssen. Ich bin verantwortlich für mein Leben und das meiner Kinder. Und du bist für dich verantwortlich. Und wenn du denkst, wo ist nur mein Glück? Kannst du denn wirklich NICHTS TUN???
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