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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 67


9.1.2014
Liebes Tagebuch!
Erstmal wünsche ich allen Lesern ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr.
Ja, so schnell fliegt die Zeit mal wieder und wir haben Weihnachten und den Jahreswechsel erlebt und sind schon wieder voll im Alltag. Und ? Gab es Vorsätze fürs neue Jahr? Ich hoffe ihr konntet Weihnachten im Kreise Eurer lieben sein, denn nicht jeder hat dieses Glück und hat eine Familie, oder kann auch an diesen besinnlichen Tagen mit ihnen zusammensein.

Nachdem mein Jahr sehr turbolent und anstrengend war, hatte ich mich zum ersten Mal dazu entschlossen es mal ruhiger angehen zu lassen und auch wenn mir an Heilig Abend kurz mal Zweifel kamen, ob ich das Richtige getan hätte, merkte ich um 20Uhr das es genau die richtige Entscheidung gewesen war. Denn um 20Uhr konnte ich nicht mehr sitzen vor Schmerzen und sehnte mich nach meinem Bett. Und da ich dieses Mal nur mit meiner Schwester und den Kindern feierte, hab ich somit niemanden enttäuscht und ging ins Bett. Die Kinder spielten noch wunderschön und stundenlang weiter und ich entspannte mich im Bett und schaute ihnen lächlend zu. Dieses Jahr, also letztes, bekamen sie viel viel weniger als sonst und ich hatte den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen, das ich ihnen nur so wenig schenken konnte. Doch es war, glaube ich, das schönste Weihnachten für sie. Sie waren so zufrieden und ausgeglichen. Ich hatte genau das Richtige geholt, doch vorher wusste ich nicht ob es das Richtige ist, denn sie wechselten ungefähr acht Wochen lang, jeden Tag ihre Meinung und ihre Wünsche. Und es waren nur drei Dinge für jeden. Sonst verwöhnte ich sie sehr, wahrscheinlich zu sehr, weil ich es auch immer so gewohnt war aus meiner Kindheit, wir hatten IMMER ALLES. Aber vielleicht hab ich es auch nur so als Kind empfunden und es war in Wirklichkeit gar nicht soviel Auf jeden Fall haben meine Jungs sonst soviel bekommen das es ein mega Durcheinander war und sie gar nicht richtig mit einer Sache spielten, sondern eher alle fünf Minuten mit etwas anderem und so RICHTIG zufrieden sahen sie nicht aus. Zumindest nicht so wie sie es jetzt waren. Von diesen drei Teilen war eine Sache sogar ein Schlitten-Bob. Ein sehr günstiger (14,95) ... also konnten sie an diesem Abend und auch in den nächsten Tagen mit diesem Geschenk gar nicht viel anfangen. Es sei denn man hat fantasievolle Kinder und sie fahren damit die Treppen hinunter... Meine spielten einfach andere Dinge damit. Einmal war es ein Raumschiff und auch mal ein Auto und sie fuhren sogar in den Mc-Drive mit ihnen Es war herrlich sie so spielen zu sehen. Die anderen zwei Geschenke waren zwei Fahrzeuge von Playmobil. Und damit sie sich nicht streiten und es keine Neider gibt, bekamen beide die Gleichen. Darunter war ein Kipper. Ladung waren Nudeln die ich opfern musste, aber es waren Vollkorn-Nudeln und die hätte ich wohl eh alleine gegessen.. hihi

Also alles in allem bereute ich es nicht das ich dieses Mal nicht meine Großeltern, Bruder, Mutter , Schwägerin und Anhang dabei hatte. Denn ich wusste das ich dafür die Kraft nicht gehabt hätte. So kochte meine Schwester und meine einzigste Aufgabe war es, da zu sein und ein paar Bilder zu schießen. Und zu geniessen nicht zu vergessen Doch was an diesem Tag noch so toll war, war die Tatsache das wir vor der Bescherung in die Kirche fuhren. Dort findete eine Feierstunde um 16Uhr statt. Es war besinnlich, schön, regte zum Nachdenken an und war einfach nur genau das richtige für diesen Tag. Es war ein kleiner, sehr harmonischer Kreis und am Ende saßen wir mit Kerzen in der Hand im Kirchenschiff und sangen "Stille Nacht, heilige Nacht". Diese Kerzen wurden durch eine Kerze entzündet. Also eine Kerze brannte , wurde an die nächste gehalten, diese fing an zu brennen und zündete die nächste an. Es war ein wunderschönes Bild und die Gemeinschaft dabei zu spüren war etwas ganz Besonderes. Und in diesem Moment dachte ich an dem Abend vor der Hirn-OP. An diesem Abend dachte ich über eine mögliche Zukunft nach, aber auch über das Schlimmste was hätte passieren können. Dann sah ich mich dort sitzen. Meinen Neffen auf dem Schoß, Jaque zu meiner Linken und Julién zu meiner Rechten. Jaque hatte eine Kerze in der Hand, Julién auch und ich hatte die Kerze von mir und Nicki. Und dann kullerten einige Tränen über meine Wange weil ich so glücklich darüber war, das ich genau jetzt, genauso dort saß. Genauso hätte ich es mir gewünscht wenn ich hätte einen Wunsch frei gehabt. Diesen Moment erleben zu dürfen. Und auch der Jahresabschluss-Gottesdienst an Silvester, meinem Geburtstag, war ein ganz besonderer. Ich sagte mir schon seit Wochen, das dieser Gottesdienst mein Geburtstagsgeschenk sein wird, das beste Geburtstagsgeschenk. Denn der Bischof kam in unsere Gemeinde. Er hatte mich im Sommer nach der Hirn-OP einmal bei mir daheim besucht. Und er sagte in diesem Gottesdienst interessante Worte. Worte die mir im Hinblick auf das vergangene Jahr auch und immer wieder durch den Kopf gingen... Und zwar sagte er: Was hast du am Jahresanfang von dem Jahr erwartet??? Eine sehr GUTE FRAGE wie ich finde. Und ich beantwortete sie mir so: Ich erwartete das ich das nächste Weihnachten und Silvester auch noch erlebe. Ich denke nie: Ich will noch 30 Jahre leben. Sondern ich denke lieber Schritt für Schritt. Und somit denke ich jedes Jahr Weihnachten: Ist es das letzte Weihnachten was ich erlebe? Es könnte sein. Auch ein Mensch ohne Krebs könnte das sagen, denn weißt DU denn ob DU nächsten Monat noch da bist? Und deshalb frage ich mich auch am Abend: Hast du den Tag genutzt? Schlafen die Kinder mit einem Lächeln ein und fühlen sich geborgen? War es ein glücklicher oder wenigstens guter Tag für sie? Was mache ich aus einem jeden Tag? Was KÖNNTE man denn draus machen?  KÖNNTE man sich mal fünf Minuten für sich nehmen? KÖNNTE man einem anderen eine Freude machen? KÖNNTE man ihm sagen das man ihn liebt, oder sie? KÖNNTEST DU DAS? Manchmal fehlt nur der Wille dazu oder ein kleiner Schups, manche machen sich einen Knick an einen Zettel um an etwas zu denken oder stecken sich ein Taschentuch in den Ärmel, oder oder oder... Oder willst du gar nicht an das Gute denken und nur all das Schlechte vergessen und bist froh wenn ein jeder Tag vorbei ist, den du geschafft hast? Aber wie denkst du über den Tag, wenn du wüsstest, das du morgen überfahren werden würdest, oder einen Schlaganfal bekommen würdest? Manchmal blicke ich einen Menschen an den ich liebe, zum Beispiel meine Schwester oder meinen Bruder und denke: Stell dir vor es wären die letzten Stunden die wir hätten... Da muss ich gleich wieder an das Lied denken: Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte... Dieses Lied ging mir vor der Hirn-OP jeden Tag durch den Kopf. Man sollte auf keinen Fall jeden Tag an den Tod denken, so meine ich es nicht. Nur den Tag mehr nutzen. Und das sage ich nicht Euch, das sage ich in erster Linie mir selbst. Denn ich möchte nicht eines Tages da stehen und sagen: Wussten sie, das ich sie liebte? Wussten sie ,das sie das Beste sind für mich? Ich darf eine wundervolle Familie haben. Eine Schwägerin die mich versteht und mir nahe ist. Cousinen die immer für mich da sind. Geschwister die einfach die geilsten sind und Eltern die mir eine Pippi-Langstrumpf-Kindheit schenkten, Freunde die mir zu jeder Zeit beistehen und mir Mut machen und sogar Fremde die berührt sind durch meine Geschichte und mir durch andere Grüße ausrichten lassen und mir sagen, das sie für mich beten. Und wenn es nur ein einziger Freund ist, den man hat, dann ist dieser mit Geld nicht zu bezahlen, denn durch ihn allein, fühlt man sich nicht allein. Und wenn Du jetzt denkst, du hättest keinen Freund hier auf Erden, dann sag ich dir, DU hast einen Freund, und dieser ist Jesus! Ich weiß, die meisten Menschen glauben nicht mehr an den lieben Gott. Sie fragen sich: Wo ist er denn? Aber suchst du ihn wirklich? Wartest du auf seine Hilfe und es passiert aber gar nichts? Hast du ihn jemals gesucht? Die meisten glauben nicht an das was sie nicht sehen können, doch das heißt nicht das es nicht da ist. Die Luft ist auch nicht zu sehen, und trotzdem weiß ein jeder, sie ist da. Die Liebe ist nicht zu sehen, doch glaubt denn nicht jeder an sie? Die Hoffnung ist bekanntlich die letzte die stirbt, doch hast du diese jemals gesehen oder angefasst?

Natürlich kommen den Menschen diese vielen Fragen. Die Fragen warum diese Welt so verdammt ungerecht ist. Warum musste mein Kind sterben? Warum sterben überhaupt Kinder? Und ich glaube das Gott eine ganz andere Sichtweise hat. Wir sind alle Kinder Gottes und er sieht nicht ob unsere Hülle jung und knackig ist, frisch und gerade geschlüpft oder alt und grau... ich glaube er sieht uns alle gleich. Und ich glaube, das wir eines Tages die Antworten auf all diese Fragen bekommen. Auf das große " WARUM???"

In der Bibel steht, das einmal der Tag kommen wird, wo es keine Fragen mehr gibt. Und ich glaube daran. Und mit diesem Glauben kann ich sehr gut leben, denn ich frage nicht Warum. Ich nehme es hin und vertraue auf Gott. Er macht keine Fehler und irgendwann kommt der Tag an dem wir alle es verstehn. Und in der Bibel steht auch wie es einmal sein wird auf Erden. Das immer mehr Krankheiten kommen und die Menschen mehr Neider haben und sich bekämpfen und die Welt immer weniger an Gott glauben wird. In dieser schweren Zeit fällt es den Menschen ja auch besonders schwer an ihn zu glauben, das ist verständlich. Doch in solch einer Zeit kann Gott natürlich am besten erkennen, wer wirklich an ihn glaubt. Natürlich fragt man sich vielleicht trotzdem, auch wenn man an ihn glaubt, warum es nicht weniger wird. Mein schlimmster Alptraum wurde auch wahr: eine Hirnmetastase. Ja. Ich sagte immer, das wäre das Schlimmste für mich. Doch was ich dadurch erleben durfte war der Hammer. Diese Betgemeinde. Die Zuschriften, die Geschenke und Anteilnahme, es war gigantisch. Gigantisch und mit viel Gänsehaut verbunden war einmal der Satz, am Abend vor der großen OP: 1600 Mitglieder vom Pop Overatorium beten für dich. Das war als ob ich plötzlich Bärenkräfte bekam und mich sicher fühlen konnte. Denn würde er wirklich an sovielen Gebeten vorbei gehen? Ich glaub nicht

Ups.. schon wieder Mitternacht. Ich sollte doch etwas schlafen... tzzzztzzz... dabei wollte ich doch eingentlich nur vom MRT morgen schreiben. Denn morgen um 9.40Uhr wird das MRT vom Schädel gemacht. Das zweite nach der OP.
 
Es ist wirklich Zeit zu schlafen. Gute Nacht liebes Tagebuch und danke das du mir immer still zuhörst :*
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