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sandibalandi.de.tl - Tagebuch 31-1


21.07.2012
Liebes Tagebuch!
Noch immer bin ich schlapp und müde, doch in meinem Kopf sprudelt es gewaltig. Immerwieder bekomme ich neue Ideen, was ich nun mit meinem "neuen" Leben und dem Geschenk zu leben anfangen soll. Immerhin brauche ich durch meine Rente, die erstmal bis November 2013 geht, nicht arbeiten. Jedoch darf ich ein klein wenig dazu verdienen. Das werde ich auch tun, sobald ich im Urlaub war, in Kur war und mich unters Messer gelegt habe haha... denn am meisten freue ich mich wieder Energie zu haben und dann alles zutun wonach mir ist. Ich freue mich am meisten auf den Sport. Im Fitness-Studio, Zumba, Joggen,Schwimmen und Inline skaten Ich kann es kaum erwarten das Wasser und die Pfunde alle wieder loszuwerden. Jedoch kreisen oft die Gedanken, sowie auch gestern Abend... Ich lag schon im Bett und dachte nach... "soll ich oder nicht?" ...... und dann sage ich mir wieder: " Sandi, das hattest du alles schon, lass es sein! ... Und obwohl ich eigentlich genug davon haben sollte, dreht sich dieser Gedanke immerwieder in meinem Kopf... "ICH KANN IHN NICHT VERGESSEN" und eigentlich weiß ich, das er nicht gut für mich ist, doch ich sehne mich so sehr danach, nach IHM.... ...... und jetzt ?? Und immerwieder der kleine Engel auf der Schulter der sagt: Nein, er tut dir "nicht wirklich" gut. Und der kleine Teufel der sagt: Jetzt schnapp ihn dir und denk nicht drüber nach, du hast ihn dir verdient!!! Und was macht die Sandi dann um 23.00Uhr Abends??? Sie steht tatsächlich auf. Und obwohl ich es mir genau überlegt habe, sind die Gefühle doch stärker und das Verlangen zu groß, jedoch kämpfe ich auf dem Weg noch mit mir und sage mir: Sandi, das ist der Letzte, tue es nicht..... doch egal, der Wille ist da, das Fleisch ist schwach... und dann sehe ich ihn. Er sieht so friedlich aus, so wie er dort liegt... Und ich spühre, wie mein Herz vor Freude springt, wie mir das Wasser im Mund zusammenläuft und ich keinen Gedanken mehr an den kleinen Engel verschwende, sondern nur noch an den Genuss im Mund denke... Und dann schnapp ich ihn mir, reiße ihn auf und beiße hinein... Hmmm... is das GUT. Und als ich wieder im Bett lag, dachte ich mir "musste das nun sein, Sandi, das war der Letzte Schokoriegel ?" Jetzt hast du nix mehr... Dann fasste ich auf meinen Bauch, den Mount Everest, und dachte "och nööö" schon wieder hast du es getan, du gingst am Grünzeug vorbei und nahmst die kleine Zucker-Fett-Bombe. Wie gut das ich keine Torte im Haus hatte haha... Ich weiß auch nicht, warum ich in dieser Hinsicht so schwach bin Aber solch einen Riegel hatte ich sooo lange nicht gegessen, ein Balisto ))) Oh nein, wenn ich dieses Wort geschrieben sehe, krieg ich schon wieder Lust und das Wasser läuft mir im Mund zusammen... Oh jaaaaaa... ein oranges Balisto. Einmal im Jahr kaufte meine Mama damals so eine Packung. Wie war das schön Und gestern dachte ich mir beim einkaufen... Mensch, hast du lange keine Schokolade gekauft... Ich bekam zwar oft welche geschenkt, aber gekauft, na jaaaaa... es war nicht oft, das kann ich sagen Ich schaute in meinen Einkaufswagen und dachte: Hmm... fast nur Grünzeug :/ Eine Packung ? Weil Freitag ist ? Das heißt, es ist Wochenende, da darf man doch, oder? Schwupp die wupp war die Packung auch schon in meinem Einkaufwagen, sowie auf dem Laufband der Kasse, wo die Schokolade auch nicht schlanker wird ..... und schon im Kofferraum des Auto's. Nun saß ich mit einem Grinsen am Steuer. Doch plötzlich wurde ich unruhig und fragte mich: Warum sind die Riegel da hinten und ich dort vorne ? Ne Sandi, völlig falsches Konzept. Natürlich stieg ich aus und holte die Schätze zu mir nach vorne Und eh ich vom Parkplatz fuhr, war der erste Riegel schon verspeist. Zuhause angekommen, kratzte ich die letzten Reste mit der Zunge aus den Zwischenräumen der Zähne und freute mich noch immer über diesen Einkauf Nach dem Abendessen dann wieder der Gedanke, "oh, du hast sogar Nachtisch" Ein Balisto kannst du zum Nachtisch essen... doch noch immer weiß ich nicht, wieso ich um 23.00Uhr den Letzten auch noch essen muss "????" Na gut, was soll ich nun tun ? Es ist passiert. Ich kann es nicht mehr ändern. Jetzt beginnt ein neuer Tag. Und womit beginnt er: Mit Paprika Ja...... so ist es richtig. Doch das dazu noch die Sonne scheint, man, soviel Glück auf einmal... womit hab ich denn das verdient ?

22.07.2012
Liebes Tagebuch!
... dieses matschige Gefühl im Kopf, wenn man erwacht und erst einmal Minuten nachdenken muss, was für ein Tag heute ist und was ansteht... Und dann das Gefühl und der Gedanke an gestern... hmm... alles verwirrend...

Wenn ich doch bloß ne Kaffemaschine hätte, dann würde ich mir nun einen Kaffee machen. Doch weil ich dachte, so gesund ist viel Kaffee nicht, habe ich sie verschenkt. Nun gut, dann werde ich jetzt meinem neuen Konzept folgen, und mir einen grünen Tee machen Also watschel ich wie eine Ente durch den Flur in die Küche, ein kurzer Blick in den Spiegel *waaaaa... wer is das denn? Leben jetzt Monchichis bei uns ?* Tja, die Frisur hat seine Vor- und Nachteile Oftmals Monchichi, aber pflegeleicht und ich brauche nur eine haselnussgroße Menge an Shampoo für die Birne.

Hmm.. trotz grünen Tee's und gepunkteter Tasse, werden meine Gedanken nicht klarer. Ich bin eben noch nicht wach, und eine sms die Nacht verwirrte mich noch mehr... Manchmal gehe ich durch die Wohnung und denke, bzw. frage mich, "wo stehst du gerade ?" ..... Ja..... wo ? Und gestern, und auch die Tage davor, kam oft die Antwort: DU BIST GESUND. Für viele ist dieser Satz ganz normal, doch für mich bedeutet dieser Satz ein neues Leben. Eine neue Chance. Und sofort sieht man die Dinge wieder selbstverständlicher stelle ich fest. Wieso ist das bloß so ? Wieso kann man das Gefühl, was man zum Leben hat und die große Dankbarkeit nicht behalten. Ich meine das Gefühl, was man hat, wenn man denkt, bald ist es vorbei oder könnte vorbei sein. Ich habe zwar das Gefühl und diese Unsicherheit, das ich denke und mich frage "wie lange bleibt dir nun ohne Chemo ?", und ich genieße jeden Tag ohne Metastasen, doch der Blick und die Sichtweise hat sich wirklich verändert. Man denkt sofort wieder anders. Man fühlt anders. Und ich muss ganz ehrlich sagen, das "Fühlen" ist schöner, wenn man denkt, man sei totkrank. Ich will um Himmelswillen nicht krank sein, schon gar nicht so krank, doch manches ist auch schön. Kann irgendwer das verstehen oder bin ich nun ganz verrückt ? Ich schaue zwar die Wiese an, die Bäume und alles um mich herum, doch das Gefühl ist anders. Ich freue mich, wenn ich sehe wie die Armeise am Boden krabbelt, doch nun denke ich "gut das sie nicht auf meinem Arm ist und ihren Urin da lässt", und vorher hätte ich gedacht " wie schön wäre es, die Armeise auf meinem Arm zu spühren, sie lässt ihren Urin dort und ich verspühre ein Brennen auf der Haut. Und dieses "Brennen" hätte ich als ein Gefühl genommen, was mir zeigt "Mein Körper LEBT, er FÜHLT und Ich bin immernoch da " Na ja, ich möchte nicht wirklich ein schönes Gefühl bei einem Brennen oder einem Schmerz bekommen, doch das Gefühl und die große Dankbarkeit für einen jeden Tag, eine jede Stunde und Minute, hätte ich gern wieder Doch wenn ich dann schaue, wer und wieviele dieses Ziel der Gesundheit nicht erreicht haben und was man gedacht hat bei meiner Diagnose, ist es unglaublich und natürlich bin ich dankbar. Doch leider kommt schnell ein normaler Alltag und man macht sich ganz andere Gedanken zu einem Tag. Aber vielleicht ist es auch der viele Regen, der diese kleine graue Wolke über meine Gedanken brachte und ich brauche nur die Sonne und den Urlaub Ganz bestimmt. Denn wenn der Himmel aufzieht und die Sonne kommt, hat man sofort ein anderes und besseres Gefühl zum Tag. Die Sonne ist da, eine gepunktete Tasse mit grünem Tee auch und ich stellte gestern mein Wohnzimmer um, so das ich nun vom PC aus, aus dem Fenster schauen kann  da fließen die Gedanken noch besser und meine Finger tippen noch schneller über die Tastatur... Es ist Sonntag, und ich freue mich

24.07.2012
Liebes Tagebuch!
Schrecklich... ich kann nur sagen "schrecklich"
Oh man... Endlich schönes Wetter und dann das. Meine Laune war wirklich bestens als ich aufstand. Mir schwirrten zwar wieder die typischen Gedanken und eine Person im Kopf herum und das "warum, wieso, weshalb ?"... aber das kenn ich ja schon Ich wusste ja schon, das ich auch bei dieser Chemo wieder zugenommen habe und auch das ich viel Wasser im Körper habe und einen zusätzlichen FETTEN Arm der noch beschhhhhhhhhhhhhhhh...        bescheidener aussieht, doch als ich nach etwas zum Anziehen suchte, wurde ich wirklich wütend und war schockiert Sogar in das Größte Teil was ich hatte, passte ich nun nicht mehr hinein.... krrrrrrrrrrrrrrrrrrr .. das gibt es doch gar nicht. Ich stellte also fest, das ich so fett wie Ende der Schwangerschaft war. Einfach Unglaublich ! Nun gut, es gab also nur eine Lösung: Das größte T-Shirt und die weiteste Hose, die ich natürlich nicht zu bekam und mit einem Gummi nachhelfen musste. Ja ... soweit war , bzw. ist es schon gekommen, ein "Gummi" als Tages-Rettung. Also so beschhhh... bescheiden ging ich noch nie vor die Tür. Also was musste passieren ? Ja. Kurz ein oder zwei Hosen und T-Shirts kaufen. Nachdem ich also Arztbesuch und Mixer umtauschen erledigt hatte, fuhr ich in die Stadt. Natürlich parkte ich Abseits und ging auch nur in den unauffälligsten Laden, der gerade Schlussverkauf hatte. Hochmotiviert war ich nicht Denn zum ersten Mal musste ich zur Größe 42 greifen heul... Ich schnappte mir einige Hosen und T-Shirts, natürlich mehr als die vorgegebene Menge die in der Umkleidekabine stand Einige davon auch mal in Größe 44, denn ich dachte, das es mich motivieren würde, wenn es Teile gibt, die mir zu groß wären... Schnell stellte sich heraus, das es mich NICHT motivierte.... :/ Als erstes zog ich meine Hose aus, die ja vom Bauch her schon mit einem Gummi zusammengehalten wurde und ich musste feststellen, das ich meine Beine, wenn man das Beine nennen kann (wohl eher Stampfer), schon lange nicht mehr so betrachtet hatte uff.. oh nein.. auch Ende der Schwangerschaft hatte ich nicht solche Beine (Stampfer)... huuu... tief durchatmen... ein und aus, und ein und aus... die Tränen schossen mir in die Augen Nun gut dachte ich mir, zieh ne Hose an die die passt und das sieht bestimmt schon besser aus. Die erste Hose griff ich mir in 42. Nie , noch nie hatte ich 42!!! Als sie über die Knie ging, war alles noch in Ordnung. Über den Hintern bekam ich sie auch. Doch datt Ding mit dem Loch in der Mitte passte nicht hinein. Motivierend sprach ich mir zu: Ganz tief einatmen, Luft anhalten... länger länger... meine Arme zitterten schon fast und meine Finger verkrampften sich... und und... das Teil, was sich bei manchen Menschen, den Meisten, Bauch nennt, passte nicht hinein Es war mehr als depremierend. Es war schockierend und traurig. Unfassbar. So FETT war ich noch nie in meinem Leben, außer am Ende der Schwangerschaft mit Wassereinlagerungen und Kind im Bauch, und irgendwie ist es dann erlaubt oder "entschuldigt"

Also wirklich, Größe 44, was mir wie ein Zwei-Mann-Zelt erschien, passte nun wie angegossen. "ICH" ... "MIR" ... die ich mit 20 noch in der Kinderabteilung einkaufen gehen konnte Und auch wenn es endlich passte, sah es unmöglich aus. Also kaufte ich danach Gemüse und Obst ein und viel Wasser. Die neue Ernährung startete HEUTE Und dank der Umkleidekabine und der Größe 44, war der Start kein Problem. Am Morgen hatte ich eh nichts gegessen und als ich Heim kam, war das erste eine viertel Melone die ich aß. Dann packte ich sofort meinen Mixer aus und bereitete meinen ersten grünen Smoothie zu Dafür pflückte ich Brennessel, Lungenkraut und Löwenzahn. Dann mixte ich die Wildkräuter mit Pflaumen, Melone und Kiwi.



Es schmeckte gar nicht schlecht, nur das es kein grüner Smoothie war, sondern ein rötlicher wegen der Melone 500ml machten wirklich ziemlich satt. Der Abend wurde von zwei rohen Paprika geschmückt und begleitet, auch WAHNSINNIG LECKER Ich habe mir vorgenommen, nur noch natürliche Dinge zu essen und gesunde. Da Kakaobohnen an Bäumen wachsen, zählt es zum Obst, oder ? Also gibt es noch das Wichtigste in meiner Ernährung: SCHOKOLADE hmmm.... doch ich denke, die ersten zwei bis drei Monate, lasse ich diese Frucht mal weg Evtl. bis der Nikolaus was leckeres lilafarbendes vorbei bringt Und nun, was auch wichtig ist... der SCHLAF -.-       
Gute Nacht :*

25.07.2012
Liebes Tagebuch!
Nun zur Dokumentation. Meine neue Ernährung.



Grüne Smoothies. Viel grün  Feel good.

Heute im grünen Smoothie: Brennessel, Broccoli, Lungenkraut, Blätter einer Kohlrabi, Feldsalat, Löwenzahn, Äpfel, Nektarinen und Pflaumen

Danke für den nützlichen und gesunden Tip, Tanja
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